Kardiologie, Rhythmologie & Angiologie

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Kardiologie, Rhythmologie & Angiologie (1.Med. Klinik)

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08:00 - 16:00 Uhr

So finden Sie uns

WILLKOMMEN IN DER 1. Medizinschen Klinik für
KARDIOLOGIE, RHYTHMOLOGIE UND ANGIOLOGIE!

In der Klinik für Kardiologie, Rhythmologie und Angiologie werden alle gängigen modernen Verfahren zur Diagnostik und Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen vorgehalten. Schwerpunkt bildet die Akutkardiologie für Cottbus und die Region Lausitz. In Zusammenarbeit mit einer der größten Notaufnahmen Deutschlands mit integrierter Chest-Pain-Unit ist die Akutbehandlung sämtlcher kardiovaskulärer Krankheitsbilder (Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Lungenembolie, Aortendissektion) gesichert - einschliesslich ganzjähriger 24-Stunden-Herzkatheter-Rufbereitschaft zur Herzinfarktbehandlung.

Die Klinik für Kardiologie, Rhythmologie und Angiologie betreibt ca. 100 Betten mit 17 Intermediate-Care Betten. Neben einer modernen kardiologischen Funktionsdiagnostik (alle Echokardiographie-Methoden einschliesslich 4-D-TEE, Stressechokardiographie) werden 2 digitale Herzkatheterlabore und 2 Hybrid-Labore vorgehalten. Hinzu kommen nuklearmedizinische und radiologische Verfahren (Myokardszintigraphie, Kardio-CT, PET-CT, Kardio-MRT) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiologie und der Nuklearmedizinischen Klinik. Ambulante Behandlungen erfolgen in einer Spezialsprechstunde.

Schwerpunkte der interventionellen Kardiologie und Angiologie (CA PD Dr. med. Bocksch) sind die kathetertechnische Behandlung der koronaren Herzerkrankung (PTCA, Stent), von Herzklappenerkrankungen (Klappensprengungen,TAVI, MitraClip und Triclip) , struktureller Herzerkrankungen (ASD,PFO, LAA, Vorhofohr-Verschluss), die Behandlung von Herzmuskelerkrankungen (TASH) und die Behandlung der peripheren arteriellen Verschluss-Krankheit (PTA).

Schwerpunkte der Rhythmologie (CA Dr. med. Grosse Meininghaus) sind die nicht-invasive und invasive Diagnostik und Behandlung sämtlicher Herzrhytmusstörungen einschliesslich modernster Mapping- und Ablationssysteme und Implantation aller Herzschrittmachersysteme inklusive kardialer Resynchronisationssysteme (CRT-D/P) sondenfreier Herzschrittmacher (Micra) und subkutaner Defibrilllatoren.

Durch das Telemedizinische Zentrum Lausitz werden, in enger Kooperation mit den niedergelassenen Kollegen aus der Kardiologie und internistisch tätigen Hausärzten, Hochrisikopatienten mit fortgeschrittener chronischer Herzschwäche rund um die Uhr aus der Ferne medizinisch betreut. 

 

100

Betten

90

Mitarbeiter

4.764

Patienten pro Jahr

Galerie

Qualitätsnachweise

Neuigkeiten aus der Klinik

Herzschwäche vorbeugen und behandelnHerzschwäche vorbeugen und behandeln07.11.2024 - Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) als überregionales Herzinsuffizienzzentrum lädt am Samstag, 9. November, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr, zu einem kostenfreien Herzseminar in den Hörsaal von Haus 33 (Eingang Welzower Straße) ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung statt.Riesiger Ansturm auf das UniversitätsklinikumRiesiger Ansturm auf das Universitätsklinikum14.10.2024 - Zum 16. Mal öffneten 20 Cottbuser Unternehmen und Institutionen am Samstag ihre Türen zur Nacht der kreativen Köpfe (NdkK). Das diesjährige Thema trug die Überschrift „Technologie & Nachhaltigkeit“. So wurden Einblicke in die faszinierende Welt der technologischen Innovationen Cottbuser Unternehmen gewährt. Eingeladen wurde zum Kennenlernen, Mitmachen und Staunen. So auch an der neu gegründeten Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem. Rund 2400 Besucherinnen und Besucher steuerten ab 18 Uhr die Eingangshalle an und buchten exklusive Führungen, um wahre Wunder der Medizintechnik zu erleben. Im Hybrid-OP durften die Besucherinnen und Besucher beispielsweise mehr erfahren über die technische Durchführung von Kathetereingriffen, wie die Behandlung bei Vorhofflimmern mit „Kälte“ oder mit „Hitze“, aber auch über strukturelle Eingriffe am Herzen. Die eigene Geschicklichkeit auf die Probe stellen konnte man mit dem modernsten auf dem Markt erhältlichen roboterassistierten System, dem da Vinci Xi. Mehr als 300 erfolgreiche Operationen hat es bereits im Klinikum gegeben. „Von außen sieht es aus wie eine große Konsole. Sitzt man dann am Gerät, staunt man, welch filigrane und exakte Technik sich dahinter verbirgt“, sagt Robert Neumann, der aus dem benachbarten Spremberg angereist war und die sensible Robotik auf Herz und Nieren prüfte. In der Radiologie staunte das Publikum, wie mit Hilfe von Röntgen und MRT versteckte Geheimnisse von Objekten sichtbar gemacht werden können, ohne die Oberfläche öffnen zu müssen. Die jüngeren Besucher konnten die Stärke von Magnetwirkung erproben. Die Eltern schauten im wahrsten Sinne des Wortes in die Röhre, wo auch mal ein Tennisball auf mysteriöse Weise verschwand. Wer hoch hinaus wollte, konnte das ebenfalls tun: Der Hubschrauberlandeplatz der MUL – CT ermöglichte einen einmaligen Ausblick über die Dächer von Cottbus. Mehrere Etagen tiefer konnte man in der ehemaligen Notaufnahme einen von der UK produzierten Film über die vor kurzem neu eröffnete und modernste Notaufnahme Europas anschauen. Auf den Fluren und im Foyer herrschte permanentes Treiben. Die Lausitzer Rettungsdienstschule zog mit einem „blutigen“ Rollenspiel die Gäste in ihren Bann. Anatomie lernen mit Virtual Reality hieß es am gegenüberliegenden Stand. Die Akademie machte Werbung für ihre Ausbildungsgänge und das Studium der Hebammenwissenschaften. Forschung zum Anfassen präsentierte auch die Thiem-Research GmbH. Das Publikum konnte sich über das Krankenbett der Zukunft und kabelloses Messen der Vitalparameter informieren. Der Vorstand indes beantwortete Fragen zur neuen Unimedizin und gab Einblicke in die Schwerpunkte zu Wissenschaft und Lehre der kommenden Jahre. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam einen großartigen Abend für die Besucher geschaffen haben und die Medizinische Universität Lausitz erfolgreich präsentieren konnten. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen für die Unterstützung und Zusammenarbeit bedanken. Ohne diese wäre die Umsetzung der NdkK nicht möglich gewesen“, sagt Veranstaltungsmanagerin Romy Schneider. Einen neuen Termin gibt es auch schon: So findet die nächste Nacht der kreativen Köpfe am 11.10.2025 statt – dann sicher auch wieder mit dem Uniklinikum.Meilenstein für Lausitzer HerzpatientenMeilenstein für Lausitzer Herzpatienten02.09.2024 - Gute Nachricht für alle Herzpatientinnen und -patienten der Region: Am 26. August 2024 ist die 1. Medizinische Klinik um die Chefärzte PD Dr. med. Wolfgang Bocksch und PD Dr. med. Dirk Große Meininghaus der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) als überregionales Herzinsuffizienz-Zentrum von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) erfolgreich zertifiziert worden. Ziel solcher Zentren ist die sektorübergreifende, interdisziplinäre und interinstitutionelle hochwertige Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche – angefangen von der medikamentösen Therapie bis zur Herztransplantation. „Wir sind außerordentlich stolz über diese Auszeichnung und nehmen sie als Ansporn, auch weiterhin eine bestmögliche Gesundheitsversorgung der Menschen in der gesamten Region und darüber hinaus sicherzustellen“, sagt PD Dr. med. Wolfgang Bocksch. „Wir wollen am neuen Universitätsklinikum Herzinsuffizienz-Patientinnen und -patienten schnell und optimiert versorgen“, so PD Dr. Bocksch weiter. Der Dank gilt dabei den Kooperationspartnern, insbesondere dem herzchirurgischen Partner vor Ort, Prof. Dr. Dirk Fritzsche vom Sana-Herzzentrum Cottbus, und dem Deutschen Herzzentrum der Charité um Prof. Dr. med. Volkmar Falk, heißt es aus dem Uniklinikum. „Einen ganz besonderen Dank möchten wir an den Leitenden Oberarzt der 1. Medizinischen Klinik, Dr. med. Martin Steeg, aussprechen, der die gesamte Zertifizierung projektiert, organisiert und mit tatkräftiger Unterstützung aller Fachabteilungen der MUL – CT und dem Pflegeteam der 1. Medizinischen Klinik abgeschlossen hat“, würdigen PD Dr. Wolfgang Bocksch und PD Dr. Große Meininghaus.Neue Behandlungsmethode bei VorhofflimmernNeue Behandlungsmethode bei Vorhofflimmern31.03.2025 - Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung, die das Leben von Millionen Menschen beeinträchtigt. Dank medizinischer Fortschritte in den vergangenen Jahren gibt es vielversprechende Behandlungsmöglichkeiten. Dazu gehört die Pulsed-Field-Ablation, die jetzt an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) mit dem Pulse-Select-Ablationssystem der Firma Medtronic im hochmodernen Hybrid-OP zum Einsatz kommt. Die Pulsed-Field-Ablation ist eine Technik, die zur Katheter-Behandlung von Vorhofflimmern eingesetzt wird. Dabei wird ortsgenau Gewebe im linken Herzvorhof verödet, welches dafür verantwortlich ist, dass diese Herzrhythmusstörung entsteht. „Im Unterschied zu herkömmlichen Verfahren wie der Radiofrequenzstrom- oder der Kryo-Ablation, bei der Hitze oder Kälte verwendet werden, um Gewebe zu veröden, setzt die Pulsed-Field-Ablation auf elektrische Impulse, also eine primär nichtthermische Energie. Diese Energie wird in sehr kurzen hochenergetischen Impulsen abgegeben und erzeugt dabei kleine Poren in der Zellmembran. Dadurch werden die für das Vorhofflimmern verantwortlichen Areale im Vorhof des Herzens elektrisch isoliert“, erläutert PD Dr. Dirk Große Meininghaus, Chefarzt der Kardiologie/Rhythmologie der MUL – CT. Seit knapp drei Jahren wird Vorhofflimmern in Deutschland auch mit diesem neuen Kathetersystem behandelt. „Vorhofflimmern ist nicht akut lebensbedrohend, aber mit einem hohen Risiko für einen Schlaganfall und eine Herzschwäche verbunden, und gefährdet damit die Gesundheit, die Lebensqualität und das Leben der Betroffenen“, sagt PD Dr. Dirk Große Meininghaus. Die Vorhofflimmern-Ablation wirkt diesen Risiken nachweislich entgegen. Hierbei führen Ärztinnen und Ärzte spezielle Katheter über die Blutgefäße der Leiste bis zum Herzen vor. Während des Eingriffs werden bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall und dreidimensionale Mapping-Systeme eingesetzt, um die Herzstrukturen präzise darzustellen und die Position der Katheter zu kontrollieren. Bei der Ablation mit der Pulsed-Field-Energie wird über einen Spezialkatheter eine Reihe dieser elektrischen Impulse an der Einmündung der Lungenvenen in den linken Vorhof des Herzens abgegeben. Während des Eingriffs werden kontinuierlich alle Vitalparameter überwacht und sichergestellt, dass der Eingriff auch ohne künstliche Beatmung und ohne Schmerzen für den Patienten durchgeführt werden kann. Nach der Verödungsbehandlung des abnormen Gewebes werden die Katheter entfernt, der Eingriff ist damit abgeschlossen. Die Vorteile dieser neuen Behandlungsmethode sind vielseitig: Die Prozedur erfolgt deutlich schneller (von zwei bis drei Stunden auf 45 Minuten reduziert) als bei den langjährig etablierten Verfahren, wie zum Beispiel die Radiofrequenzstrom-Ablation. Die Pulsed-Field-Ablation bietet zudem eine präzise und kontrollierte Ablation des abnormen Gewebes und schont das umliegende gesunde Gewebe einschließlich Nervenbahnen oder die Speiseröhre, die durch Hitze oder Kälte geschädigt werden können. Die Beseitigung des Vorhofflimmerns verbessert die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten nachhaltig und langfristig. „Mit 15 Jahren präklinischer und klinischer Evidenz setzt das Pulse-Select PFA-System neue Sicherheitsstandards bei der Ablation von Vorhofflimmern und ermöglicht sichere, effektive und effiziente Prozeduren“, sagt Marco Ehlert, Gebietsleiter der Medtronic.Erfolgreicher minimalinvasiver TrikuspidalklappenersatzErfolgreicher minimalinvasiver Trikuspidalklappenersatz10.02.2025 - In der vergangenen Woche wurde im Hybrid-Labor der 1. Medizinischen Klinik (Interventionelle Kardiologie und Angiologie) der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) erstmals in Cottbus ein heterotoper Trikuspidalklappenersatz mit dem TricValve-System (zur Behandlung der Insuffizienz der Trikuspidalklappe) bei zwei Lausitzer Patienten durchgeführt. Dabei wird unter Röntgen und Ultraschallkontrolle durch eine transvenöse Implantation von zwei biologischen Katheterklappen in die obere und untere Hohlvene unmittelbar vor Einmündung in den rechten Herzvorhof der organschädigende Rückfluss des Blutes über die defekte Trikuspidalklappe in Richtung Leber, Niere und Gehirn gestoppt. Mit dem sogenannten Trikuspidalklappenersatz ist nun auch die letzte der vier Herzklappen ohne große Operation minimalinvasiv in Schlüssellochtechnik ersetzbar. Der Chefarzt der 1. Medizinischen Klinik an der MUL – CT, PD Dr. med. habil. Wolfgang Bocksch, hat beide Eingriffe gemeinsam mit dem Leitenden Oberarzt Dr. med. Martin Steeg und der Leiterin der interventionellen Bildgebung, PD Dr. med. Dipl. chem. Suzanne Fateh-Moghadam, durchgeführt. Die Patienten aus Guben und Cottbus – beide Mitte 70 – haben sich von dem Eingriff inzwischen gut erholt und fühlen sich bereits wieder besser. Fehlfunktion der Trikuspidalklappe und heutige Behandlungsoptionen Die Trikuspidalklappe zwischen dem rechten Herzvorhof und der rechten Herzkammer ist eine der vier Herzklappen. Sie wird im höheren Lebensalter häufig undicht. Die Erkrankung führt zu einer Reihe von Symptomen, die die Lebensqualität der betroffenen Patienten stark einschränken. „Dazu gehören Wasseransammlungen in den Beinen und im Bauch, Kurzatmigkeit, starke Erschöpfung sowie Veränderungen der Leber- und Nierenfunktion“, erläutert PD Dr. med. habil. Wolfgang Bocksch. „Häufig liegen jedoch bereits Leber- oder Nierenschäden oder eine deutlich eingeschränkte Rechtsherzfunktion vor, was das Risiko für eine Korrektur durch eine offene Herzoperation unter Herz-Lungen-Maschine deutlich erhöht“, so Bocksch weiter. „Daher brauchen wir andere minimalinvasive Alternativen“, sagt er. Das Clip-Verfahren zur Reparatur der defekten Klappe ist an der MUL – CT seit vielen Jahren im klinischen Alltag angekommen. Allerdings kann bei einem sehr komplexen Klappenaufbau, aber auch bei Rezidivpatienten (Rückfall oder Wiederauftreten einer Krankheit) nach einer Clip-Therapie ein solches Clip-Verfahren nicht erneut durchgeführt werden. In diesem Fall muss die Klappe komplett ersetzt werden. Diese Patienten sind dann mögliche Kandidaten für das neue TricValve-Verfahren.24 Millionen Euro für die Medizinische Universität Lausitz24 Millionen Euro für die Medizinische Universität Lausitz02.12.2024 - Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle und Michael Kellner, Staatssekretär für Wirtschaft und Klimaschutz beim Bund, haben heute in Cottbus/Chóśebuz einen Förderbescheid in Höhe von rund 24 Millionen Euro im Rahmen der Strukturförderung für die Kohleregionen an den Vorstandsvorsitzenden der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem, Prof. Dr.Herzschwäche vorbeugen und behandelnHerzschwäche vorbeugen und behandeln07.11.2024 - Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) als überregionales Herzinsuffizienzzentrum lädt am Samstag, 9. November, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr, zu einem kostenfreien Herzseminar in den Hörsaal von Haus 33 (Eingang Welzower Straße) ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung statt.Riesiger Ansturm auf das UniversitätsklinikumRiesiger Ansturm auf das Universitätsklinikum14.10.2024 - Zum 16. Mal öffneten 20 Cottbuser Unternehmen und Institutionen am Samstag ihre Türen zur Nacht der kreativen Köpfe (NdkK). Das diesjährige Thema trug die Überschrift „Technologie & Nachhaltigkeit“. So wurden Einblicke in die faszinierende Welt der technologischen Innovationen Cottbuser Unternehmen gewährt. Eingeladen wurde zum Kennenlernen, Mitmachen und Staunen. So auch an der neu gegründeten Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem. Rund 2400 Besucherinnen und Besucher steuerten ab 18 Uhr die Eingangshalle an und buchten exklusive Führungen, um wahre Wunder der Medizintechnik zu erleben. Im Hybrid-OP durften die Besucherinnen und Besucher beispielsweise mehr erfahren über die technische Durchführung von Kathetereingriffen, wie die Behandlung bei Vorhofflimmern mit „Kälte“ oder mit „Hitze“, aber auch über strukturelle Eingriffe am Herzen. Die eigene Geschicklichkeit auf die Probe stellen konnte man mit dem modernsten auf dem Markt erhältlichen roboterassistierten System, dem da Vinci Xi. Mehr als 300 erfolgreiche Operationen hat es bereits im Klinikum gegeben. „Von außen sieht es aus wie eine große Konsole. Sitzt man dann am Gerät, staunt man, welch filigrane und exakte Technik sich dahinter verbirgt“, sagt Robert Neumann, der aus dem benachbarten Spremberg angereist war und die sensible Robotik auf Herz und Nieren prüfte. In der Radiologie staunte das Publikum, wie mit Hilfe von Röntgen und MRT versteckte Geheimnisse von Objekten sichtbar gemacht werden können, ohne die Oberfläche öffnen zu müssen. Die jüngeren Besucher konnten die Stärke von Magnetwirkung erproben. Die Eltern schauten im wahrsten Sinne des Wortes in die Röhre, wo auch mal ein Tennisball auf mysteriöse Weise verschwand. Wer hoch hinaus wollte, konnte das ebenfalls tun: Der Hubschrauberlandeplatz der MUL – CT ermöglichte einen einmaligen Ausblick über die Dächer von Cottbus. Mehrere Etagen tiefer konnte man in der ehemaligen Notaufnahme einen von der UK produzierten Film über die vor kurzem neu eröffnete und modernste Notaufnahme Europas anschauen. Auf den Fluren und im Foyer herrschte permanentes Treiben. Die Lausitzer Rettungsdienstschule zog mit einem „blutigen“ Rollenspiel die Gäste in ihren Bann. Anatomie lernen mit Virtual Reality hieß es am gegenüberliegenden Stand. Die Akademie machte Werbung für ihre Ausbildungsgänge und das Studium der Hebammenwissenschaften. Forschung zum Anfassen präsentierte auch die Thiem-Research GmbH. Das Publikum konnte sich über das Krankenbett der Zukunft und kabelloses Messen der Vitalparameter informieren. Der Vorstand indes beantwortete Fragen zur neuen Unimedizin und gab Einblicke in die Schwerpunkte zu Wissenschaft und Lehre der kommenden Jahre. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam einen großartigen Abend für die Besucher geschaffen haben und die Medizinische Universität Lausitz erfolgreich präsentieren konnten. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen für die Unterstützung und Zusammenarbeit bedanken. Ohne diese wäre die Umsetzung der NdkK nicht möglich gewesen“, sagt Veranstaltungsmanagerin Romy Schneider. Einen neuen Termin gibt es auch schon: So findet die nächste Nacht der kreativen Köpfe am 11.10.2025 statt – dann sicher auch wieder mit dem Uniklinikum.Meilenstein für Lausitzer HerzpatientenMeilenstein für Lausitzer Herzpatienten02.09.2024 - Gute Nachricht für alle Herzpatientinnen und -patienten der Region: Am 26. August 2024 ist die 1. Medizinische Klinik um die Chefärzte PD Dr. med. Wolfgang Bocksch und PD Dr. med. Dirk Große Meininghaus der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) als überregionales Herzinsuffizienz-Zentrum von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) erfolgreich zertifiziert worden. Ziel solcher Zentren ist die sektorübergreifende, interdisziplinäre und interinstitutionelle hochwertige Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche – angefangen von der medikamentösen Therapie bis zur Herztransplantation. „Wir sind außerordentlich stolz über diese Auszeichnung und nehmen sie als Ansporn, auch weiterhin eine bestmögliche Gesundheitsversorgung der Menschen in der gesamten Region und darüber hinaus sicherzustellen“, sagt PD Dr. med. Wolfgang Bocksch. „Wir wollen am neuen Universitätsklinikum Herzinsuffizienz-Patientinnen und -patienten schnell und optimiert versorgen“, so PD Dr. Bocksch weiter. Der Dank gilt dabei den Kooperationspartnern, insbesondere dem herzchirurgischen Partner vor Ort, Prof. Dr. Dirk Fritzsche vom Sana-Herzzentrum Cottbus, und dem Deutschen Herzzentrum der Charité um Prof. Dr. med. Volkmar Falk, heißt es aus dem Uniklinikum. „Einen ganz besonderen Dank möchten wir an den Leitenden Oberarzt der 1. Medizinischen Klinik, Dr. med. Martin Steeg, aussprechen, der die gesamte Zertifizierung projektiert, organisiert und mit tatkräftiger Unterstützung aller Fachabteilungen der MUL – CT und dem Pflegeteam der 1. Medizinischen Klinik abgeschlossen hat“, würdigen PD Dr. Wolfgang Bocksch und PD Dr. Große Meininghaus.Neue Behandlungsmethode bei VorhofflimmernNeue Behandlungsmethode bei Vorhofflimmern31.03.2025 - Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung, die das Leben von Millionen Menschen beeinträchtigt. Dank medizinischer Fortschritte in den vergangenen Jahren gibt es vielversprechende Behandlungsmöglichkeiten. Dazu gehört die Pulsed-Field-Ablation, die jetzt an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) mit dem Pulse-Select-Ablationssystem der Firma Medtronic im hochmodernen Hybrid-OP zum Einsatz kommt. Die Pulsed-Field-Ablation ist eine Technik, die zur Katheter-Behandlung von Vorhofflimmern eingesetzt wird. Dabei wird ortsgenau Gewebe im linken Herzvorhof verödet, welches dafür verantwortlich ist, dass diese Herzrhythmusstörung entsteht. „Im Unterschied zu herkömmlichen Verfahren wie der Radiofrequenzstrom- oder der Kryo-Ablation, bei der Hitze oder Kälte verwendet werden, um Gewebe zu veröden, setzt die Pulsed-Field-Ablation auf elektrische Impulse, also eine primär nichtthermische Energie. Diese Energie wird in sehr kurzen hochenergetischen Impulsen abgegeben und erzeugt dabei kleine Poren in der Zellmembran. Dadurch werden die für das Vorhofflimmern verantwortlichen Areale im Vorhof des Herzens elektrisch isoliert“, erläutert PD Dr. Dirk Große Meininghaus, Chefarzt der Kardiologie/Rhythmologie der MUL – CT. Seit knapp drei Jahren wird Vorhofflimmern in Deutschland auch mit diesem neuen Kathetersystem behandelt. „Vorhofflimmern ist nicht akut lebensbedrohend, aber mit einem hohen Risiko für einen Schlaganfall und eine Herzschwäche verbunden, und gefährdet damit die Gesundheit, die Lebensqualität und das Leben der Betroffenen“, sagt PD Dr. Dirk Große Meininghaus. Die Vorhofflimmern-Ablation wirkt diesen Risiken nachweislich entgegen. Hierbei führen Ärztinnen und Ärzte spezielle Katheter über die Blutgefäße der Leiste bis zum Herzen vor. Während des Eingriffs werden bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall und dreidimensionale Mapping-Systeme eingesetzt, um die Herzstrukturen präzise darzustellen und die Position der Katheter zu kontrollieren. Bei der Ablation mit der Pulsed-Field-Energie wird über einen Spezialkatheter eine Reihe dieser elektrischen Impulse an der Einmündung der Lungenvenen in den linken Vorhof des Herzens abgegeben. Während des Eingriffs werden kontinuierlich alle Vitalparameter überwacht und sichergestellt, dass der Eingriff auch ohne künstliche Beatmung und ohne Schmerzen für den Patienten durchgeführt werden kann. Nach der Verödungsbehandlung des abnormen Gewebes werden die Katheter entfernt, der Eingriff ist damit abgeschlossen. Die Vorteile dieser neuen Behandlungsmethode sind vielseitig: Die Prozedur erfolgt deutlich schneller (von zwei bis drei Stunden auf 45 Minuten reduziert) als bei den langjährig etablierten Verfahren, wie zum Beispiel die Radiofrequenzstrom-Ablation. Die Pulsed-Field-Ablation bietet zudem eine präzise und kontrollierte Ablation des abnormen Gewebes und schont das umliegende gesunde Gewebe einschließlich Nervenbahnen oder die Speiseröhre, die durch Hitze oder Kälte geschädigt werden können. Die Beseitigung des Vorhofflimmerns verbessert die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten nachhaltig und langfristig. „Mit 15 Jahren präklinischer und klinischer Evidenz setzt das Pulse-Select PFA-System neue Sicherheitsstandards bei der Ablation von Vorhofflimmern und ermöglicht sichere, effektive und effiziente Prozeduren“, sagt Marco Ehlert, Gebietsleiter der Medtronic.Erfolgreicher minimalinvasiver TrikuspidalklappenersatzErfolgreicher minimalinvasiver Trikuspidalklappenersatz10.02.2025 - In der vergangenen Woche wurde im Hybrid-Labor der 1. Medizinischen Klinik (Interventionelle Kardiologie und Angiologie) der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) erstmals in Cottbus ein heterotoper Trikuspidalklappenersatz mit dem TricValve-System (zur Behandlung der Insuffizienz der Trikuspidalklappe) bei zwei Lausitzer Patienten durchgeführt. Dabei wird unter Röntgen und Ultraschallkontrolle durch eine transvenöse Implantation von zwei biologischen Katheterklappen in die obere und untere Hohlvene unmittelbar vor Einmündung in den rechten Herzvorhof der organschädigende Rückfluss des Blutes über die defekte Trikuspidalklappe in Richtung Leber, Niere und Gehirn gestoppt. Mit dem sogenannten Trikuspidalklappenersatz ist nun auch die letzte der vier Herzklappen ohne große Operation minimalinvasiv in Schlüssellochtechnik ersetzbar. Der Chefarzt der 1. Medizinischen Klinik an der MUL – CT, PD Dr. med. habil. Wolfgang Bocksch, hat beide Eingriffe gemeinsam mit dem Leitenden Oberarzt Dr. med. Martin Steeg und der Leiterin der interventionellen Bildgebung, PD Dr. med. Dipl. chem. Suzanne Fateh-Moghadam, durchgeführt. Die Patienten aus Guben und Cottbus – beide Mitte 70 – haben sich von dem Eingriff inzwischen gut erholt und fühlen sich bereits wieder besser. Fehlfunktion der Trikuspidalklappe und heutige Behandlungsoptionen Die Trikuspidalklappe zwischen dem rechten Herzvorhof und der rechten Herzkammer ist eine der vier Herzklappen. Sie wird im höheren Lebensalter häufig undicht. Die Erkrankung führt zu einer Reihe von Symptomen, die die Lebensqualität der betroffenen Patienten stark einschränken. „Dazu gehören Wasseransammlungen in den Beinen und im Bauch, Kurzatmigkeit, starke Erschöpfung sowie Veränderungen der Leber- und Nierenfunktion“, erläutert PD Dr. med. habil. Wolfgang Bocksch. „Häufig liegen jedoch bereits Leber- oder Nierenschäden oder eine deutlich eingeschränkte Rechtsherzfunktion vor, was das Risiko für eine Korrektur durch eine offene Herzoperation unter Herz-Lungen-Maschine deutlich erhöht“, so Bocksch weiter. „Daher brauchen wir andere minimalinvasive Alternativen“, sagt er. Das Clip-Verfahren zur Reparatur der defekten Klappe ist an der MUL – CT seit vielen Jahren im klinischen Alltag angekommen. Allerdings kann bei einem sehr komplexen Klappenaufbau, aber auch bei Rezidivpatienten (Rückfall oder Wiederauftreten einer Krankheit) nach einer Clip-Therapie ein solches Clip-Verfahren nicht erneut durchgeführt werden. In diesem Fall muss die Klappe komplett ersetzt werden. Diese Patienten sind dann mögliche Kandidaten für das neue TricValve-Verfahren.24 Millionen Euro für die Medizinische Universität Lausitz24 Millionen Euro für die Medizinische Universität Lausitz02.12.2024 - Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle und Michael Kellner, Staatssekretär für Wirtschaft und Klimaschutz beim Bund, haben heute in Cottbus/Chóśebuz einen Förderbescheid in Höhe von rund 24 Millionen Euro im Rahmen der Strukturförderung für die Kohleregionen an den Vorstandsvorsitzenden der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem, Prof. Dr.
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