Neurochirurgie

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Funktionelle und neuromodulative Neurochirurgie

arbeitsgruppe: Funktionelle Neurochirurgie

Die funktionelle und neuromodulative Neurochirurgie umfasst moderne, hochpräzise Verfahren zur Behandlung neurologischer Bewegungsstörungen, chronischer Schmerzsyndrome sowie ausgewählter psychiatrischer Erkrankungen. Ziel ist die gezielte Modulation neuronaler Netzwerke bei maximaler Schonung des umliegenden Gewebes.

  • Tiefe Hirnstimulation (THS/DBS)

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Klinik ist die Tiefe Hirnstimulation (Deep Brain Stimulation, DBS). Dieses etablierte Verfahren wird insbesondere eingesetzt bei:

  • Morbus Parkinson
  • Essentiellem Tremor
  • Dystonie

Ziel ist eine deutliche Verbesserung von Tremor, Rigor und Dyskinesien sowie eine Steigerung der Lebensqualität.

Darüber hinaus erfolgt die Behandlung in interdisziplinärer Zusammenarbeit bei ausgewählten Fällen von:

  • therapieresistenter Depression
  • Zwangsstörungen (OCD)
  • Tourette-Syndrom
  • Stereotaktische Verfahren

Wir führen rahmengestützte, bildgesteuerte Eingriffe durch, insbesondere:

Stereotaktische Hirnbiopsien zur präzisen Diagnosesicherung tief gelegener Läsionen

Diese Verfahren ermöglichen höchste Präzision bei minimalinvasivem Zugang.

  • Rückenmarksstimulation (Spinal Cord Stimulation – SCS)

Minimalinvasive Implantation epiduraler Stimulationssonden zur Behandlung chronischer neuropathischer Schmerzen, beispielsweise:

  • Failed-Back-Surgery-Syndrom
  • Chronische radikuläre Schmerzen
  • Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS)

Vor der definitiven Implantation erfolgt eine strukturierte Testphase zur individuellen Therapiebeurteilung.

  • Periphere Nervenstimulation (PNS)

Die periphere Nervenstimulation ist ein Verfahren der Neuromodulation, bei dem feinste Elektroden gezielt in die Nähe eines peripheren Nervs implantiert werden. Über einen implantierten Neurostimulator werden elektrische Impulse abgegeben, die die Schmerzweiterleitung modulieren und so die Schmerzwahrnehmung reduzieren. Die Patienten können die Stimulationsparameter über ein externes Steuergerät anpassen.

Behandelte Erkrankungen / Indikationen:

  • Chronische neuropathische Schmerzen an Armen oder Beinen, z. B. nach Verletzungen oder Nervenläsionen (z. B. N. ulnaris, N. radialis, N. ischiadicus)
  • Kleinflächige, lokalisierte Schmerzareale, die auf konservative Behandlungen nicht ausreichend ansprechen
  • Chronische Leistenschmerzen nach peripheren Nervenverletzungen
  • Migräne bzw. chronische Kopfschmerzformen (z. B. durch Stimulation des Okzipitalnervs)

Dieses Verfahren eignet sich besonders bei klar lokalisierten, therapieresistenten Schmerzsyndromen, bei denen konventionelle konservative und interventionelle Behandlungen ausgeschöpft sind.

  • Restaurative periphere Nervenstimulation

Innovative Therapie zur funktionellen Aktivierung und Rekonditionierung des Muskulus multifidus bei spezifischen lumbalen Schmerzen.

  • Interventionelle Schmerztherapie und funktionelle Läsionen
  • Thermokoagulation bei Trigeminusneuralgie
  • Mikrovasculäre Dekompression (JANETTA-Operation)
  • DREZ-Läsion bei Deafferenzierungsschmerz
  • CT-gestützte Facetteninfiltration
  • Durchleuchtungsgestützte ISG-Therapie
  • Intrathekale Pumpensysteme

Implantation programmierbarer Medikamentenpumpen zur intrathekalen Therapie von:

    • Chronischem Schmerz
    • Spastik
Ansprechpartner
Dirak Aldabek
Assistenzarzt