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Neues CT in der Radiologie

Modernisierung in Instituten der MUL – CT schreitet im Rahmen der Innovationspartnerschaft mit Siemens Healthineers weiter voran
30.01.2026
Neuer CT Radiologie 2025 1
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Prof. Dr. med. Gero Wieners, Chefarzt Radiologie an der MUL – CT
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Seit 2024 besteht eine Innovationspartnerschaft zwischen der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) und Siemens Healthineers – angelegt zunächst für zehn Jahre. Ziel dieser Kooperation ist es, die gesamte bildgebende Diagnostik und damit verbunden alle bildgebenden Großgeräte technisch zu modernisieren und organisatorisch zu optimieren.

Mit der kürzlichen Einführung eines neuen CT (Computertomografie) im Institut für Radiologie und Neuroradiologie ist ein erster Schritt dafür getan. Das CT ist in der Radiologie ein sehr wichtiges Diagnoseverfahren. Die Vorteile für die Patientinnen und Patienten und Mitarbeitenden: Sehr kurze Untersuchungsdauer (dauert oft nur wenige Sekunden), ideal für Notfälle (beispielsweise beim Schlaganfall, Polytrauma oder inneren Blutungen), hohe Bildqualität und Detailgenauigkeit, die sehr gute Darstellung von Knochen, Organen, Gefäßen und Blutungen sowie die hohe räumliche Auflösung, auch bei kleineren Strukturen.

„Das neue CT mit seiner speziellen Laserführung erleichtert unsere OP-Planung und Therapieentscheidungen maßgeblich“, sagt Prof. Dr. med. Gero Wieners, Chefarzt Radiologie an der MUL – CT. „Wir können bei einer hohen Untersuchungsgeschwindigkeit sehr gute Beurteilungen von Tumoren, Gefäßveränderungen oder Entzündungen vornehmen.“ Gewebe kann besser unterschieden werden. Wieners spricht in diesem Zusammenhang von der „iterativen Rekonstruktion“, in der Computertomographie ein moderner Algorithmus, der durch wiederholtes Vergleichen eines Bildschätzwertes mit gemessenen Daten die Bildqualität verbessert und dabei die Strahlendosis während der Behandlung signifikant senken kann. Auch Nachberechnungen sind durch eine spezielle Software für kardiale Bildgebung jederzeit möglich.

Als Einsatzgebiete des CT kommen die Notfallmedizin, Traumatologie, Orthopädie, Onkologie (Tumordiagnostik und Verlaufskontrolle), Unfallchirurgie, Innere Medizin sowie die Gefäßdiagnostik in Frage. „Wir können alle Möglichkeiten der CT-Diagnostik bedienen“, sagt Prof. Wieners. Schmerztherapien, Gewinnung von Gewebeproben, minimalinvasive Tumortherapien wie Leber- oder Nierenablation oder die passgenaue Suche nach Infarkten sind adäquate Anwendungsbeispiele. Rund 13.500 Untersuchungen dieser Art können pro Jahr mit dem CT-Gerät von Siemens Healthineers am Uniklinikum durchgeführt werden.

Hintergrund

Anfang 2024 hat das damalige Carl-Thiem-Klinikum die zehnjährige Innovationspartnerschaft mit Siemens Healthineers abgeschlossen. Diese ‚Value Partnership‘ umfasst im ersten Schritt die Beschaffung, das Gerätemanagement und die Wartung der medizintechnischen Großgeräte für die Bildgebung. Darüber hinaus beinhaltet der Vertrag auch Beratungsleistungen zur Verbesserung der Strukturen und Prozesse des medizinischen Betriebs auf Basis der einbezogenen Medizintechnik.

Ende 2024 unterzeichneten Brandenburg und Siemens Healthineers dann eine Absichtserklärung zum Aufbau der Modellregion Gesundheit Lausitz. Der Letter of Intent setzt den Fokus auf die Digitalisierung als integrative Technologie für eine sektorübergreifende Versorgung der Bevölkerung in der Region. Siemens Healthineers unterstützt dabei die MUL – CT mit seiner Expertise speziell auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz maßgeblich. Mit dem starken Technologiepartner besitzt das Uniklinikum eine Exklusivität auf spezielle Geräte der Medizintechnik. Die Gerätschaften sollen intersektoral in der gesamten Region getestet und im Rahmen des Aufbaus des digitalen Leitkrankenhauses angewendet werden. Davon profitiert neben der Gesundheitssystemforschung auch die Wirtschaft.