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Mittwochsvisite mit Prof. Bocksch zu Herzmuskelschwäche

Häufigste Herzerkrankung in deutschen Krankenhäusern am 11. Februar Thema an der MUL - CT
10.02.2026
Foto Bocksch OP
Prof. Dr. med. habil. Wolfgang Bocksch (r.) bei einer OP an der MUL - CT.

Die Herzmuskelschwäche ist die häufigste Herzerkrankung in deutschen Krankenhäusern, Tendenz zunehmend. Die Prognose ist vergleichbar mit einer bösartigen Tumorerkrankung. Oberstes Gebot der Behandlung ist die frühzeitige Ursachenbehandlung.

Prof. Dr. med. habil. Wolfgang Bocksch, Chefarzt der 1. Medizinischen Klinik an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT), referiert in dieser Woche im Rahmen der Mittwochsvisite am 11. Februar ab 16.30 Uhr im Hörsaal vom Haus 33 über das wichtige Thema „Behandlung der Herzmuskelschwäche im 21. Jahrhundert. Wo geht es in der Zukunft hin? Medikamente, Stammzellen und/oder Kunstherz?“

Zur Ursachenbehandlung von Herzmuskelschwäche zählt unter anderem die Beseitigung von Durchblutungsstörungen und die Korrektur von Herzklappenfehlern. Ist der Herzmuskel weiterhin geschädigt, tragen im Wesentlichen vier Medikamente zur Besserung von Beschwerden und Prognosen bei. Invasive Verfahren bis zum Kunstherz sind allerdings nur für wenige Patienten sinnvoll. Warum das so ist und welche wichtigen diagnostischen und therapeutischen Verfahren es in der aktuellen Spitzenmedizin gibt, wird im Vortrag dargestellt.

Die Veranstaltungen zur Mittwochsvisite finden an jedem zweiten Mittwoch im Monat ab 16.30 Uhr für gewöhnlich im Hörsaal Haus 33 (Eingang Welzower Straße) statt. Die Referentinnen und Referenten stehen den Besucherinnen und Besuchern nach den Vorträgen gern für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltungen sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In weiteren Vorträgen geht es um die Themen „Prädiabetes: Ihre Chance zur Wende – Strategien zur Prävention von Typ-2-Diabetes“ am 8. April mit den Referentinnen Dr. Saskia Roop und Ines Nitschke und „Schnell und gemeinsam: So retten wir Hirngewebe beim Schlaganfall“ am 13. Mai 2026 mit Prof. Dr. Alexander Dressel.

Hintergrund

Angaben zur Person

Prof. Dr. med. habil. Wolfgang Bocksch ist Chefarzt der 1. Medizinischen Klinik an der MUL – CT. Ausgebildet an der Berliner Charité liegt sein Schwerpunkt seit 1993 auf der interventionellen Kardiologie (Stentimplantation, Herzkatheterklappeneingriffe wie TAVI, MitraClip) und auf der Ultraschalldiagnostik des Herzens. In mehr als 100 Betten versorgt sein Team rund um die Uhr als größte ´Herzklinik´ im Land Brandenburg die Lausitzer Bevölkerung im Raum Cottbus, alle diagnostischen und therapeutischen Verfahren an Herz und Gefäßen werden hierbei vorgehalten.

Prof. Bocksch hat 2025 am Universitätsklinikum eine außerplanmäßige Professur verliehen bekommen. Die Auszeichnung würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen und das besondere langjährige und außergewöhnliche Engagement in Forschung und Lehre sowie beim Aufbau der noch recht jungen Universitätsstruktur. Die Antrittsvorlesung hielt er zum Thema „Interventionelle Therapie von Herzklappenerkrankungen - Rückblick, Gegenwart und Ausblick“.