Leben retten mit der KatRetter-App: Aufruf zur aktiven Mitwirkung

Bei der Rettung von Menschen zählt oft jede Minute. In vielen Notsituationen oder Krisenlagen können Freiwillige mit ihren unterschiedlichen Kenntnissen und Fähigkeiten mithelfen. Zum Europäischen Tag des Notrufs am 11.2. ruft das Projekt „KatRetter – Wir retten die Lausitz“ alle Bürgerinnen und Bürger auf, Teil einer starken Gemeinschaft zu werden – einer Gemeinschaft, die Leben rettet.
„Wir alle können helfen – nicht irgendwann, sondern genau dann, wenn es darauf ankommt“, sagt Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Vorstandsvorsitzender der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT). „Mit der App wird Technik zum Herzschlag einer hilfsbereiten Gemeinschaft. Jede und jeder kann Teil davon werden.“
Ob beim Einkaufen, bei der Arbeit oder zu Hause: Mit der kostenlosen KatRetter-App können Bürgerinnen und Bürger zu Lebensrettern in ihrer Region werden. Und so funktioniert es: Wenn der Leitstelle ein Notfall – z. B. Herz-Kreislauf-Stillstand - gemeldet wird, schickt diese natürlich gleich ein Rettungsteam auf den Weg. Gleichzeitig aber alarmiert die Leitstelle sofort alle registrierten Helferinnen und Helfer – die Personen, die über die App registrierte „KatRetter“ und bereit sind, vor Ort die Erste Hilfe zu leisten, bis der Rettungsdienst eintrifft. Mit einem Klick signalisiert man, in der Nähe zu sein und zum Notfallort zu kommen, um erste Hilfe zu leisten. Schnell. Nah. Menschlich. Die Selbstregistrierung ist ab sofort freigeschaltet! Das bedeutet: Interessierte können sich in der KatRetter-App selbst als Ersthelfer registrieren.
KatRetter kann von allen kommunalen Rettungsorganisationen und -leitstellen deutschlandweit einheitlich genutzt werden und steht den Menschen, die sich als freiwillige Helferinnen oder Helfer vor Ort engagieren möchten, kostenlos zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nun auch digital möglich, es ist zudem kein medizinischer Eignungsnachweis mehr erforderlich.
Warum es auf das Mitmachen aller ankommt
• Schnelle Hilfe rettet Leben: Jede Minute zählt – Ersthelfer machen einen entscheidenden Unterschied.
• Freiwillige Hilfe - einfach und sicher: Der Alarmkommt direkt aufs Smartphone, datenschutzkonform und professionell begleitet.
• Gemeinschaft mit Herz: Werden Sie Teil einer Bewegung, die Verantwortung übernimmt.
HINTERGRUND
Deutschlandweit sind bereits mehr als 27.000 Ersthelferinnen und Ersthelfer bei KatRetter registriert. KatRetter alarmierte bundesweit bei über 80.000 Einsätzen. Es wurden insgesamt 57.000 Einsätze angenommen und z. B. Reanimationen durchgeführt (Stand: 2025).
Fünf Jahre Erfolge im Projekt „KatRetter – Wir retten die Lausitz“ mit positiven Ergebnissen:
Seit dem Start des Projekts im Jahr 2020 hat sich „KatRetter – Wir retten die Lausitz“ zu einem festen Bestandteil der regionalen Notfallhilfe entwickelt. Über 700 engagierte Helferinnen und Helfer sind inzwischen in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und der Stadt Cottbus registriert und leisten einen unschätzbaren Beitrag für die Sicherheit der Region. 2025 wurden 1783 KatRetter-Einsätze im Einzugsgebiet der Leitstelle Lausitz erfolgreich absolviert – in vielen Fällen konnte dank des raschen Eingreifens der Ersthelfenden aktiv Leben gerettet werden. Diese Bilanz zeigt eindrucksvoll, wie moderner technologischer Fortschritt und bürgerschaftliches Engagement Hand in Hand gehen.
Zum Europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar rufen nun die Modellregion Gesundheit Lausitz und die Integrierte Regionalleitstelle Lausitz ausdrücklich alle Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sowie in den BOS-Organisationen (Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz) auf, sich aktiv in die Initiative einzubringen. „Ihr Wissen, Ihre Erfahrung und Ihre Bereitschaft, zu helfen, können entscheidend sein, um Leben zu retten. Gemeinsam machen wir die Lausitz zu einer der sichersten und hilfsbereitesten Regionen Deutschlands“, so der Grundtenor der Projekt- und Praxisverantwortlichen von Leitstelle und Modellregion.
Ab dem 11.02. rücken dann auch die Regionen noch enger zusammen: Künftig können auch Berliner Helfer in der Modellregion zu Einsätzen alarmiert werden, wenn sie sich in der Nähe befinden. Umgekehrt werden Einsatzkräfte aus der Modellregion zu Notfällen in Berlin hinzu-gezogen, sofern sie vor Ort sind. Damit wächst die Region mit den angrenzenden Bereichen in Berlin und Brandenburg weiter zusammen – ein europäisches Vorzeigeprojekt zur gemeinsamen Rettung von Menschenleben.
Und auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger der Lausitz sind herzlich eingeladen, Teil dieses engagierten Teams von Lebensrettern zu werden. Jede helfende Hand zählt – unabhängig von Beruf, Alter oder Erfahrung. Denn Helfen ist keine Frage der Qualifikation, sondern des Herzens und des Miteinanders. Laden Sie jetzt die KatRetter-App herunter, registrieren Sie sich und werden Sie Teil unserer Lebensretter-Gemeinschaft – „Wir retten Lausitz“!
Mehr Informationen unter www.lausitzretter.de
