116 117
112
0355 46-0
0355 46-2959
0355 46-2233
0355 46-3000

Wie sich Abiturienten für das Medizinstudium bewerben können

Nächste Infoveranstaltung am 18. Februar um 15.30 Uhr am Uniklinikum
17.02.2026
Infoveranstaltung Medizinstudium Foto 1
Dr. Jana Kube, Leitung Studierendenverwaltung, erläutert bei der 1. Infoveranstaltung an der MUL – CT vor interessierten Abiturienten die Inhalte des bevorstehenden Modellstudienganges Humanmedizin.
Info Veranstaltung Medizinstudium Foto 2
Abiturienten informieren sich über Ablauf und Inhalte des Modellstudienganges Humanmedizin.
Info Veranstaltung Medizinstudium Foto 3
Abiturienten informieren sich über Ablauf und Inhalte des Modellstudienganges Humanmedizin.
Info Veranstaltung Medizinstudium Foto 4
Die Veranstaltungen finden im Hörsaal des Hauses 33 statt.

Ab Oktober 2026 kann in Cottbus Humanmedizin studiert werden. Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) geht mit einem Modellstudiengang und einer Kapazität von zunächst 36 Studierenden an den Start. Bis 2035 soll die Zahl auf über 80 Studienplätze pro Semester ansteigen.

Wie das Studium ganz konkret funktioniert und wie das Bewerbungsverfahren läuft, wird auf mehreren Infoveranstaltungen speziell für Abiturienten am Uniklinikum erklärt. Interessierte am Modellstudiengang Humanmedizin können sich am Mittwoch, 18. Februar um 15.30 Uhr im Hörsaal Haus 33 an der MUL – CT über das neuartige Studienangebot des Uniklinikums informieren. Der Geschäftsbereich Lehre und die Studierendenverwaltung werden moderne curriculare Planungsprinzipien und innovative Lehr- und Lernformate vorstellen.

Der Studiengang selbst setzt neue Akzente in der medizinischen Ausbildung. Es sollen grundlagenmedizinische, klinisch-theoretische und klinische Inhalte integriert gelehrt werden. Ihr ärztliches Wissen und Handeln eignen sich die Studierenden durch exemplarisches Lernen anhand von Beispiel- und Fokuserkrankungen an und erhalten bereits frühzeitig Einblicke in die medizinische Praxis und den Umgang mit Patientinnen und Patienten.

Auf der Infoveranstaltung wird es Einblicke geben in die inhaltlichen Studienschwerpunkte: Interprofessionelle Versorgung und kommunikative Kompetenzen, Primärärztliche Versorgung über die gesamte Lebensspanne, Digitale Medizin sowie wissenschaftliches Denken und Handeln. Die künftigen Ärztinnen und Ärzte der MUL – CT werden später in der Lage sein, Patientinnen und Patienten in verschiedenen Versorgungssettings im interprofessionellen Team zu versorgen. Kontinuierlich ab dem ersten Semester erfolgen gezielt Trainings in interprofessionellem Arbeiten und in sozialen und kommunikativen Fertigkeiten. 

Das Medizinstudium an der MUL – CT legt hierbei einen ausgewiesenen Schwerpunkt auf die primärärztliche Versorgung und greift systematisch die Bedürfnisse einer älter werdenden Bevölkerung auf. Die Studierenden lernen während ihres gesamten Studiums, Patientinnen und Patienten mithilfe digitalisierter Medizin zu behandeln und dabei die spezifischen Anforderungen einer alternden Gesellschaft und der Bevölkerung im ländlichen Raum zu berücksichtigen.

Die Studierenden bekommen während des gesamten Studienverlaufs das wissenschaftliche, evidenzbasierte Denken und Handeln als Rüstzeug mit auf den Weg. So werden wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Gesundheitssystemforschung sowie der Digitalisierung des Gesundheitswesens in speziellen Wissenschaftsmodulen und einer eigenen wissenschaftlichen Arbeit vermittelt.

Hintergrund

Wer in Cottbus Medizin studieren will, muss sich auch am zentralen Vergabeverfahren für ganz Deutschland beteiligen. Dabei werden rund 20 Prozent der Plätze per Vorabquote vergeben, die für Härtefälle reserviert ist. Dazu gehören etwa Zweitstudierende, Kandidaten der Bundeswehr, aber auch Bewerber im Rahmen der Landarztquote. Das sind Studierende, die sich verpflichten, mindestens zehn Jahre lang in einer unterversorgten Region zu arbeiten.

Auch bei den Hauptquoten gibt es Differenzierungen: 30 Prozent aller vorhandenen Studienplätze würden an die Abiturbesten (Numerus clausus) gehen, bei 60 Prozent würden notenunabhängige Faktoren wie das Ergebnis des Studieneignungstests, eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufstätigkeit eine Rolle spielen. Zehn Prozent sind für besonders geeignete Kandidaten vorgesehen.

In Brandenburg kann man aber nicht nur mit Abitur studieren. Das Bundesland ermöglicht auch Menschen mit Fachhochschulreife, Meisterprüfung, Techniker-Abschluss oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung und Berufserfahrung den Zugang zu allen Studienfächern, inklusive Medizin.

 Nächste Termine

Die dritte Informationsveranstaltung für Abiturienten findet dann am 17. März um 15.30 Uhr ebenfalls im Hörsaal Haus 33 statt. Eine Online-Veranstaltung zum Thema ist am 25. März 2026 um 15.30 Uhr geplant.