Cardio-Datenprojekt ACRIBiS auf Erfolgskurs

Das bundesweite Projekt ACRIBiS an der Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) erreicht einen wichtigen Meilenstein: Ende Januar wurde die Marke von 200 teilnehmenden Patientinnen und Patienten überschritten – rund 80 Prozent der angestrebten Gesamtzahl. Der Fortschritt unterstreicht die hohe Akzeptanz der Studie sowie das Engagement aller Beteiligten.
Was ist ACRIBiS?
ACRIBiS („Advancing Cardiovascular Risk Identification with Structured Clinical Documentation and Biosignal Derived Phenotypes Synthesis“) ist ein seit 2025 an 15 Forschungseinrichtungen in Deutschland laufendes klinisch-wissenschaftliches Projekt. Ziel ist es, Herz-Kreislauf-Erkrankungen früher und präziser zu erkennen und Therapien individueller anzupassen.
Dafür nutzt das Projekt sogenannte „Real-World-Data“ – also Behandlungsdaten aus dem klinischen Alltag der MUL – CT. Dazu zählen unter anderem Untersuchungs-ergebnisse, Diagnosen und EKG-Aufzeichnungen. Diese Daten werden systematisch erfasst, qualitätsgesichert und datenschutzkonform für Forschungszwecke aufbereitet. Der innovative Ansatz kombiniert strukturierte klinische Informationen mit digitalen EKG-Signalen, um Krankheitsverläufe, Therapieerfolge und die Versorgungssituation im Alltag besser analysieren zu können.
Am Standort MUL – CT verantworten das Projekt Dr. Robert Freund als Projektleiter, die Datenwissenschaflerin Marzieh Lashgari sowie der ärztliche Leiter Prof. Dr. Dirk Große Meininghaus und sein Team von der 1. Medizinischen Klinik für Kardiologie, Rhythmologie und Angiologie, vertreten durch Olga Paul und Carolin Richter. Zudem wird die technische Umsetzung durch das Datenintegrationszentrum unter Leitung von Dr. Franziska Bathelt unterstützt.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
ACRIBiS wird von einem interdisziplinären Team aus Ärztinnen und Ärzten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Fachleuten aus Medizininformatik, Datenmanagement und Studienkoordination getragen. Die enge Verzahnung von Klinik, Forschung und IT ermöglicht eine reibungslose Integration der Datenerhebung in den Klinikalltag – ohne die Patientenversorgung zu beeinträchtigen.
Das Projekt ist Teil bundesweiter Forschungsstrukturen und nutzt die Infrastruktur des Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) sowie der Medizininformatik-Initiative (MII). Während das NUM die standortübergreifende klinische Forschung koordiniert, stellt die MII die technische Grundlage für eine sichere, standardisierte und institutionsübergreifende Nutzung medizinischer Daten bereit.
Mit dem Erreichen der 200-Teilnehmenden-Marke sendet die MUL – CT ein starkes Signal für den erfolgreichen Verlauf der Studie und für die Zukunft datenbasierter Herz-Kreislauf-Forschung in Deutschland.
Projekt-Beteiligte ACRIBiS am Standort Cottbus (MUL – CT)
- Dr. rer. nat. Robert Freund: Projektleiter am Standort Cottbus; Abteilungsleiter Core Units & Research Services (CURe) im Geschäftsbereich Forschung
- Prof. Dr. med. Dirk Große Meininghaus: Ärztlicher Leiter am Standort Cottbus; Professor für Versorgungsforschung mit dem Schwerpunkt Herz/Kreislauf; Chefarzt Rhythmologie, 1. Medizinische Klinik für Kardiologie, Rhythmologie und Angiologie
- Marzieh Lashgari: Wissenschaftliche Mitarbeiterin Data Science im Projekt ACRIBiS; Schnittstelle zwischen Medizin, IT und Datenanalyse
- Olga Paul: Aufnahmeschwester Rhythmologie, 1. Medizinische Klinik für Kardiologie, Rhythmologie und Angiologie
- Carolin Richter: Koordinatorin Rhythmologie, 1. Medizinische Klinik für Kardiologie, Rhythmologie und Angiologie
- Dr. Franziska Bathelt: Leiterin des Datenintegrationszentrums (DIZ)
