Familie Kerb hilft dem SPZ


Als die E-Mail von Familie Kerb mit dem Spendenwunsch im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) der Medizinischen Universität Lausitz einging, glaubte man zunächst an einen Irrtum. „Das ist doch bestimmt ein Fake“, lautete die erste Reaktion. Doch schnell stellte sich heraus, dass die Nachricht echt war und für große Freude sorgte.
Mit einer besonderen Geste hat die Familie Kerb den Förderverein des SPZ unterstützt. Anlässlich des 70. Geburtstags von Beate Kerb und des 80. Geburtstags ihres Mannes Gerhard Kerb verzichtete das Ehepaar bewusst auf Geschenke und bat stattdessen um Spenden für den guten Zweck. Rund 70 Gäste beteiligten sich an der Aktion. In Summe kamen 2000 Euro zusammen.
Für den Förderverein „Kinderlachen“ ist eine solche Unterstützung alles andere als selbstverständlich. „Spenden von Privatpersonen sind bei uns eher die Ausnahme“, erklärt Marc Richter vom SPZ.
Die Idee zur Spende entstand aus einem einfachen Gedanken. Statt Blumen, Wein oder anderer Geschenke, die oft ungenutzt bleiben, sollte das Geld sinnvoll eingesetzt werden. „Wir wollten etwas Gutes tun“, sagt Beate Kerb. Dabei spielte auch eine persönliche Verbindung eine Rolle: Vor vielen Jahren war ein Enkelkind der Familie selbst im SPZ in Behandlung. Die positiven Erfahrungen von damals sind bis heute in Erinnerung geblieben.
Der Kinderlachen e.V. unterstützt Kinder und Jugendliche von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr, die mit chronischen Erkrankungen, Behinderungen oder seltenen Syndromen leben. Auch ihre Familien stehen im Fokus der Arbeit, da sie im Alltag häufig großen Belastungen ausgesetzt sind.
Das Spendengeld der Familie Kerb soll insbesondere für die Elternwochenenden des SPZ eingesetzt werden. Bei diesen Veranstaltungen haben betroffene Familien die Möglichkeit, sich auszutauschen, Kraft zu schöpfen und für einen Moment dem oft herausfordernden Alltag zu entkommen.
Für viele Familien sind diese Angebote von unschätzbarem Wert. Sie schaffen nicht nur Entlastung, sondern auch Momente der Gemeinschaft und Freude. „Wenn die Kinder lachen und die Eltern einmal durchatmen können, zeigt sich, wie wichtig unsere Arbeit ist“, so Marc Richter.
