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Positive Zwischenbilanz für „Next Step“ mit Caritas

Caritas – Region Cottbus und Akademie der MUL – CT kooperieren bei der Qualifizierung internationaler Ärztinnen und Ärzte
27.03.2026
Next Step ZB Fallsimulation HOMEPAGE
Next Step ZB SimLab Video
Betreuung durch Videoanalyse.
Next Step ZW Gruppenbild
Gruppenbild: Interprofessionalität im Fokus.

Die Akademie der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) hat mit dem Fachdienst Migration der Caritas – Region Cottbus einen neuen Kooperationspartner für das Projekt „Next Step – Berufsanerkennung“ gewonnen. Damit wächst das Bündnis aus Universitätsklinikum, Stadt Cottbus und Bundesagentur für Arbeit um einen wichtigen regionalen Akteur.

Mit der Qualifizierung „Next Step – Berufsanerkennung“ verfolgt die Akademie der MUL – CT erstmals einen innovativen Ansatz: Internationale Gesundheitsfachkräfte, die bereits in Deutschland leben, werden gezielt auf die jeweiligen Berufsanerkennungsverfahren vorbereitet.

Christian Raum, Leiter der Akademie, betont: „Durch unsere verschiedenen Aktivitäten stehen wir zunehmend im Austausch mit internationalen Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren Gesundheitsfachpersonen, die bereits in der Lausitz leben, bislang jedoch noch nicht den Weg in die Berufsanerkennung gefunden haben. Genau hier setzen wir an: Wir unterstützen sie gezielt auf ihrem Weg. Diese bislang ungenutzten Potenziale können einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen unserer Region leisten.“

Ein besonderes Merkmal des Programms ist der konsequent interprofessionelle Ansatz: Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachpersonen sowie weitere Gesundheitsberufe lernen und trainieren von Beginn an gemeinsam. Neben theoretischen Inhalten stehen vor allem Sprachentwicklung, interkulturelle Trainings sowie praxisnahe Übungen in Simulationsumgebungen im Mittelpunkt.

Als ärztliche Berater begleiten Prof. Dr. Rainer Kube und Dr. Antje Herwig das Projekt in enger Abstimmung mit der Landesärztekammer.

Die neue Kooperation mit der Caritas setzt zusätzliche Schwerpunkte in der psychosozialen Begleitung sowie in ergänzenden Sprach- und Integrationsangeboten – auch für die Familien der Teilnehmenden.

Im Februar besuchten Vertreterinnen und Vertreter der Caritas den laufenden Kurs, um sich vor Ort ein Bild zu machen und die Teilnehmenden kennenzulernen. Im Simulationslabor (SimLab) konnten sie Trainings aus dem Klinikalltag in der Beobachterrolle miterleben.

Jacqueline Heidel, SimLab-Koordinatorin und Lehrkraft an der Akademie, trainiert dort regelmäßig realitätsnahe Fallszenarien mit unterschiedlichen Berufsgruppen. Die Teilnehmenden übernehmen dabei wechselnde Rollen – etwa als Ärztin, Patient oder Beobachter – und gewinnen so vielfältige Perspektiven auf Abläufe und Strukturen im Krankenhausalltag.

Die sprachliche Begleitung übernimmt Cornelia Witzik, erfahrene Dozentin für medizinische Fachsprache, die bereits zahlreiche internationale Fachkräfte erfolgreich auf Prüfungen vorbereitet hat.

Zur Halbzeit zieht Yvonne Simon-Redlich, Kursverantwortliche, eine positive Bilanz: „Die Teilnehmenden haben bereits rund die Hälfte der Qualifizierung auf dem Weg zur Fachsprachprüfung absolviert. Besonders die Hospitationen, das Kennenlernen des Stationsalltags und die Möglichkeit, wieder im Arztkittel tätig zu sein, haben für einen spürbaren Motivationsschub gesorgt.“

Ein besonderer Dank gilt den beteiligten Stationsteams der Zentralen Notaufnahme, Hämatologie, Augenstation, Anästhesie und Gynäkologie. Ihr Feedback gegenüber den angehenden Kolleginnen und Kollegen war durchweg positiv, konstruktiv und wertschätzend.

Der Erfolg des Projekts zeigt sich bereits deutlich: Die Nachfrage wächst kontinuierlich, und es gehen zunehmend Bewerbungen für eine Fortsetzung ein. Ein nächster Durchlauf des Programms ist für Oktober 2026 geplant.