116 117
112
0355 46-0
0355 46-2959
0355 46-2233
0355 46-3000

Mittwochsvisite am 8. April zu Prädiabetes mit Dr. Saskia Roop

Gemeinsam mit Ines Nitschke werden Strategien zur Prävention von Typ-2-Diabetes vorgestellt
01.04.2026
Dr Saskia Roop
Dr. Saskia Roop spricht im Rahmen der nächsten Mittwochsvisite auch über die Möglichkeit der Reduzierung von Zucker bei der Nahrungsaufnahme.

Prädiabetes ist eine ernstzunehmende Vorstufe von Typ-2-Diabetes mit erhöhten Blutzuckerwerten, die oft symptomlos verläuft. Jeder sechste Erwachsene in der Lausitz ist von einem Typ-2-Diabetes betroffen. Die Anzahl der Menschen mit einem Prädiabetes ist nicht genau bekannt. Die Hauptursache ist eine Insulinresistenz (Zellen reagieren schlechter auf Insulin), oft bedingt durch Übergewicht, mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung und genetische Veranlagung, Stress und Schlafmangel.

Viele Menschen können durch gezielte Lebensstilveränderungen im Stadium des Prädiabetes den Übergang in einen manifesten Typ-2-Diabetes verzögern oder sogar ganz vermeiden.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mittwochsvisite mit Carl Thiem“ referieren Dr. med. Saskia Roop und Ines Nitschke an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT), am 8. April 2026 ab 16.30 Uhr im Hörsaal Haus 33 (Eingang Welzower Straße) zum Thema:

„Prädiabetes – Ihre Chance zur Wende – Strategien zur Prävention von Typ-2-Diabetes“.

In dem Vortrag erfahren Interessierte, was Prädiabetes bedeutet, welche Risikofaktoren eine Rolle spielen und wie man durch Ernährung, Bewegung und Selbstmanagement aktiv Einfluss auf seine Gesundheit nehmen kann. „Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz zu stärken und praktische Werkzeuge an die Hand zu geben, um die Blutzuckerwerte langfristig im Griff zu behalten“, sagt Dr. Saskia Roop. Weiterhin erfahren die Teilnehmenden, welche Lebensstiländerungen im Rahmen einer Diabetesschulung besprochen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt in ihrem Vortrag ist die Prävention: Wie lässt sich die tägliche Zuckeraufnahme reduzieren? Welche Rolle spielen Bewegung, Ernährung und Gewichtsmanagement? Und wie kann Prävention gerade in strukturschwächeren Regionen gestärkt werden? Presseberichten zufolge tritt Typ-2-Diabetes besonders häufig in ländlichen Regionen auf und ist in den ostdeutschen Bundesländern stärker verbreitet als im Westen. In Brandenburg liegen die Zahlen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Vor allem berlinferne Landkreise wie Elbe-Elster und Spree-Neiße weisen erhöhte Erkrankungsraten auf.

Mit dem Projekt „PRAE-DIALOG Prädiabetes verstehen – mitreden – handeln“ bietet die MUL – CT in diesem Zusammenhang auch eine aktive Teilnahmemöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger in der Lausitz, um die Wissenschaftskommunikation zum Thema Prädiabetes in der Zukunft mit zu beeinflussen. Das Projekt wird mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert. Im Rahmen der Mittwochsvisite werden weitere Informationen zum Projekt besprochen.

Hintergrund zu den Personen

 Dr. Saskia Roop ist Internistin mit Zusatzbezeichnung Diabetologie und leitet die Abteilung der Diabetologie der MUL – CT. Ines Nitschke ist die Koordinatorin der Abteilung Diabetologie in der MUL – CT und langjährig sehr erfahrende Diabetesberaterin. Es handelt sich um ein zertifiziertes Diabeteszentrum DDG. Dr. Roop interessiert sich persönlich sehr für das Thema der Prävention, die bei Prädiabetes entsprechend wirksam ist.

 Zur Mittwochsvisite

Die Mittwochsvisite findet an jedem zweiten Mittwoch im Monat statt. Im Anschluss an die Vorträge stehen die Referentinnen und Referenten für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 Ausblick auf weitere Termine

13. Mai 2026: „Schnell und gemeinsam: So retten wir Hirngewebe beim Schlaganfall“ mit Prof. Dr. Alexander Dressel.

10. Juni 2026: „Entwicklung der Transplantationsmedizin als Spiegel der demokratischen Gesellschaft“ mit Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel.