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Innovationen für die Gesundheitsversorgung

Netzwerk Gesunde-Lausitz und Startup Lausitz Accelerator bündeln ihre Kräfte – Impulse für Kooperationen, Gründungen und zukunftsfähige Versorgung
20.04.2026
Netzwerktreffen Startblock
Erstmals haben das Netzwerk Gesunde-Lausitz und der Startup Lausitz Accelerator ihre Aktivitäten gebündelt und zentrale Akteurinnen und Akteure der Region zusammengebracht.
Netzwerktreffen Accelerator 3
Gruppenfoto vom Accelerator-Treffen

Wie kann die Gesundheitsversorgung in der Lausitz nachhaltig gesichert werden? Beim gemeinsamen Treffen von Netzwerk Gesunde-Lausitz und Startup Lausitz Accelerator im Startblock B2 wurde deutlich: Die Antwort liegt in Vernetzung, Innovation und dem engen Zusammenspiel von Wissenschaft, Praxis und Gründerszene.

Erstmals haben das Netzwerk Gesunde-Lausitz und der Startup Lausitz Accelerator ihre Aktivitäten gebündelt und zentrale Akteurinnen und Akteure der Region zusammengebracht. Ziel der Veranstaltung im Startblock B2 war es, innovative Ansätze für die Gesundheitsversorgung sichtbar zu machen und neue Kooperationen zu initiieren. Gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern vom Netzwerk wurden acht Projekte vorgestellt, die neue Impulse für die regionale Versorgung geben.

Ein besonderer Mehrwert der Veranstaltung lag in der Verbindung eines etablierten Netzwerks mit der dynamischen Gründerszene der Region. Beide eint das Ziel, Innovationen schneller von der Forschung in die Anwendung zu bringen. Moderator Holger Thomas (Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem) fand dafür ein eindrückliches Bild: Mammutbäume, die über ihre Wurzeln miteinander verbunden sind und so Stabilität und Widerstandskraft entwickeln – ein Sinnbild für die enge Zusammenarbeit der Lausitzer Akteurinnen und Akteure.

Nach der Begrüßung durch Desirée Steinborn, Koordinatorin des Netzwerks Gesunde-Lausitz, und Robert Holzschuh, Projektleiter des Startup Lausitz Accelerators, präsentierten sieben Startup-Teams ihre Ideen im Pitch-Format. Die Bandbreite reichte von innovativen Versorgungsmodellen wie einem „Zukunfts-MVZ“ über biomedizinische Ansätze bis hin zu digitalen Gesundheitslösungen. Beim anschließenden Gallery Walk nutzten die Teilnehmenden intensiv die Gelegenheit zum Austausch und zur Anbahnung neuer Kooperationen.

Außerdem standen die Projekte des Netzwerks Gesunde-Lausitz im Fokus. Acht Initiativen zeigten konkrete Fortschritte – darunter Community Health Nursing, ein digitales Versorgungszentrum sowie technologische Unterstützungssysteme für die Pflege.

Zum Abschluss richtete sich der Blick auf die Gesamtentwicklung der Region. Neben der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem als zentralem Leuchtturmprojekt stellte Sven Tischer, stellvertretender Beauftragter des brandenburgischen Ministerpräsidenten für die Lausitz, Perspektiven für den Strukturwandel und die weitere Entwicklung des Gesundheitsstandorts vor.

Aufgelegt wurde auch die inzwischen fünfte Ausgabe der Veranstaltungsreihe Science@Lausitz, einem gemeinsamen Format der BTU Cottbus-Senftenberg und der MUL – CT.

„Es ist eine Reihe, die uns und unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlicher zusammenbringt und die Lausitz durch die Vernetzung zu einem noch attraktiveren Wissenschaftsstandort macht. Es ist eine Erfolgsstory seit nunmehr einem Jahr“, betonte Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Vorständin für Wissenschaft an der MUL – CT.

In Fachvorträgen beleuchteten Prof. Dr. Jeannine Schübel (MUL – CT), Prof. Dr. Armin Fügenschuh und Prof. Dr. Diemo Urbig (beide BTU Cottbus-Senftenberg) zentrale Aspekte von Kooperation, Mathematik und Unternehmertum in der Gesundheitsversorgung.

Hintergrund

Der Startup Lausitz Accelerator unter der Leitung der Thiem-Research, einer Tochtergesellschaft der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem, unterstützt als zentrales Förderprogramm junge Unternehmen beim Wachstum – insbesondere im Bereich Health & MedTech. Weitere Informationen sind zu finden unter: https://startup.thiem-research.de/.

Bewerbungen für die zweite Runde des Accelerator-Programms sind noch bis zum 30. April 2026 möglich. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg.

Das Netzwerk Gesunde-Lausitz ist ein vom BMFTR gefördertes WIR!2-Bündnis (Akronym com(m)2020) für kommunale Innovationen in der Gesundheitsversorgung der Lausitz. Sein Ziel ist es, dem Fachkräftemangel im medizinischen und pflegebedürftigen Bereich entgegenzuwirken. Eine zentrale Rolle spielen dabei innovative Community Care-Technologien, die in den Versorgungsalltag der Lausitz überführt werden sollen. Gemeinsam mit starken Partnern aus Versorgung, Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen und Gesellschaft arbeitet das Netzwerk daran, Gesundheit in der Lausitz aktiv mitzugestalten.