Mittwochsvisite mit Carl Thiem

Ein Schlaganfall kann das Leben von einer Minute auf die andere verändern. Dabei wird das Gehirn schlagartig nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt. Dieser lebensbedrohliche Notfall hat oft weitreichende Folgen. In Deutschland sind jedes Jahr rund 270.000 Menschen von einem Schlaganfall betroffen.
Verursacht wird ein Schlaganfall durch ein Blutgerinnsel oder eine Hirnblutung. Nervenzellen sterben durch Sauerstoffmangel schnell ab, weshalb ein sofortiger Notruf (112) entscheidend ist. Typische Anzeichen sind plötzliche Lähmungen, Sprachstörungen oder ein hängender Mundwinkel.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mittwochsvisite mit Carl Thiem“ referiert in dieser Folge Prof. Dr. med. Alexander Dressel an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) am 13. Mai 2026 ab 16.30 Uhr im Hörsaal Haus 33 (Eingang Welzower Straße) zum Thema:
„Schnell und gemeinsam – so retten wir Hirngewebe beim Schlaganfall“.
Im Vortrag wird aus neurologischer Sicht erläutert, warum schnelles Handeln bei einem Schlaganfall lebenswichtig ist, um Hirngewebe zu schützen. Prof. Dressel wird erklären, wie ein Schlaganfall entsteht, warum jede Minute zählt und welche Maßnahmen im Notfall ergriffen werden können, um Schäden zu minimieren. Zudem wird betont, wie wichtig gemeinsames Handeln und schnelle medizinische Versorgung sind, um die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung zu erhöhen. „Ziel ist es, das Bewusstsein für die Dringlichkeit bei Schlaganfällen zu stärken und die Bürgerinnen und Bürger für eine schnelle Reaktion zu sensibilisieren“, so der Chefarzt der Neurologie an der MUL – CT.
Hintergrund zur Person
Nach seinem Studium der Humanmedizin in Hamburg ging Prof. Dr. med. Alexander Dressel zur Facharztausbildung an die Universitätsmedizin Göttingen und nutzte die Möglichkeit für einen längeren Forschungsaufenthalt an der Harvard Medical School in Boston. Es folgte eine Tätigkeit als Oberarzt der Klinik für Neurologie und Leiter der AG Neuroimmunologie an der Universitätsmedizin Greifswald. 20013 wurde er dort auf eine Professur für Neuroimmunologie berufen. Seit 2016 ist Prof. Dressel als Chefarzt der Neurologie in Cottbus tätig. 2025 wurde Prof. Dr. Alexander Dressel auf eine W3-Professur für Neurologie berufen. Fachliche Expertise unter anderem in der Schlaganfallforschung und der Immunpathogenese der Multiplen Sklerose zeichnen ihn aus.
Zur Mittwochsvisite
Die Mittwochsvisite findet an jedem zweiten Mittwoch im Monat statt. Im Anschluss an die öffentlichen Vorträge stehen die Referentinnen und Referenten für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ausblick auf weitere Termine
10. Juni 2026: „Entwicklung der Transplantationsmedizin als Spiegel der demokratischen Gesellschaft“ mit dem Vorstandsvorsitzenden der MUL – CT, Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel.
