Neuer, schonender Hightech-Blick in den Körper



Cottbus. Moderne Medizintechnik für eine präzisere Diagnostik: Im Institut für Radiologie und Neuradiologie der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) kommt seit Kurzem ein neues Photon-Counting-CT zum Einsatz. Der NAEOTOM Alpha.Prime von Siemens Healthineers ermöglicht eine besonders hochauflösende Bildgebung und kann bei geeigneten Untersuchungen mit einer geringeren Strahlendosis als herkömmliche CT-Systeme arbeiten.
Die photonenzählende Computertomographie erfasst einzelne Röntgenphotonen direkt. Dadurch können feine anatomische Strukturen und Unterschiede im Gewebe besonders detailliert dargestellt werden. Gleichzeitig lässt sich die Strahlenbelastung bei geeigneten Untersuchungsprotokollen reduzieren. Davon profitieren insbesondere Patientinnen und Patienten, bei denen eine hohe diagnostische Genauigkeit gefragt ist oder wiederholte CT-Untersuchungen notwendig sind.
Präzise Bilder für viele medizinische Fragestellungen
Das neue CT kann bei einem breiten Spektrum klinischer Fragestellungen eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem die Notfallmedizin und Traumatologie, Onkologie, Gefäßdiagnostik, Neurologie sowie Untersuchungen in der Inneren Medizin und Orthopädie.
Auch die Geschwindigkeit der Untersuchungen ist ein wichtiger Vorteil. Bei Untersuchungen der Lunge können beispielsweise kürzere Atemhaltezeiten ausreichen. Die hohe räumliche Auflösung ermöglicht zudem eine detaillierte Beurteilung kleiner anatomischer Strukturen und feiner Blutgefäße.
„Mit geeigneten Untersuchungsprotokollen können wir eine sehr hohe Bildqualität bei einer reduzierten Strahlendosis erreichen. Gleichzeitig können wir feinste Strukturen klarer darstellen und Unterschiede im Gewebe präziser erkennen. Das kann die diagnostische Beurteilung unterstützen und insbesondere bei komplexen Fragestellungen einen wichtigen Vorteil bieten“, sagt Prof. Dr. Gero Wieners, Chefarzt der Radiologie an der MUL – CT.
Moderne Technologie für die Universitätsmedizin in der Lausitz
Die Anschaffung des neuen CT ist Teil der seit 2024 bestehenden Innovationspartnerschaft zwischen der MUL – CT und Siemens Healthineers. Die Value Partnership umfasst unter anderem die Beschaffung, das Gerätemanagement und die Wartung medizintechnischer Großgeräte für die Bildgebung. Darüber hinaus beinhaltet sie Beratungsleistungen zur Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen im medizinischen Betrieb.
Für Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Vorstandsvorsitzender der MUL – CT, ist die neue Technologie ein Beispiel für die strategische Entwicklung der Universitätsmedizin in der Lausitz:
„Die Einführung des Photon-Counting-CT steht beispielhaft für unseren Anspruch, moderne Universitätsmedizin mit einer leistungsfähigen und zukunftsorientierten Infrastruktur zu verbinden. Wir wollen unseren Patientinnen und Patienten in der Lausitz eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau bieten und zugleich die Voraussetzungen schaffen, neue diagnostische und therapeutische Ansätze zu entwickeln und wissenschaftlich zu begleiten.“
Mit dem neuen Photon-Counting-CT stärkt die MUL – CT ihre moderne diagnostische Infrastruktur und schafft zusätzliche Möglichkeiten für Patientenversorgung, Forschung und universitäre Medizin.
