Ein Kreis schließt sich: Von der Idee zum Studienstart

Erst die große Bühne, dann der Blick auf den zukünftigen Studienalltag: Am 11. Oktober wurden die ersten 38 Studierenden der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) im Staatstheater Cottbus feierlich immatrikuliert. Anschließend besuchten Wegbereiter der Universität den Campus. Ministerpräsident Dietmar Woidke schloss sich spontan an.
Gemeinsam mit Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorsitzender der Expertenkommission, der Wissenschaftsvorständin der MUL – CT, Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, dem Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel und Mitgliedern des Wissenschaftsausschusses des Brandenburger Landtags besichtigten die Gäste die neuen Räumlichkeiten. Stefan Korb, Abteilungsleiter Neuprojekte, erläuterte die entstandenen Seminarräume und gab Einblicke in den weiteren Campusaufbau. Wo früher die Notaufnahme untergebracht war, lernen heute die angehenden Medizinerinnen und Mediziner.
Der Besuch erinnerte zugleich an die lange gemeinsame Vorbereitung: Bereits 2019 wurden die Pläne für eine medizinische Hochschulausbildung in Cottbus vorangetrieben. Die Expertenkommission unter Leitung von Karl Max Einhäupl legte 2021 die wissenschaftlichen Grundlagen mit den Schwerpunkten Gesundheitssystemforschung und Digitalisierung des Gesundheitswesens. Aus der ursprünglichen Idee einer medizinischen Fakultät an der BTU entwickelte sich das Konzept einer eigenständigen Medizinischen Universität.
Nach intensiver Aufbauarbeit, dem positiven Votum des Wissenschaftsrates und der gesetzlichen Grundlage durch den Brandenburger Landtag wurde die MUL – CT am 1. Juli 2024 gegründet. Mit dem ersten Studienjahrgang wird die Vision nun zum gelebten Universitätsalltag.
Bei einer spontanen Ansprache betonte Ministerpräsident Woidke, wie wichtig es sei, das Tempo beim Aufbau der Universität und insbesondere bei den Campusinvestitionen beizubehalten. Zugleich würdigte er die Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten. Die positive Energie, die bereits bei der Immatrikulationsfeier spürbar gewesen sei, habe sich auch in den neuen Seminarräumen gezeigt. Hierfür wurden neben Haus 0 auch Haus 51 – ehemaliges Hygieneinstitut – mit neuen Laborräumen ausgestattet.
Und auch eine kleine Premiere durfte nicht fehlen: Prof. Einhäupl zog den ersten Kaffee aus dem neuen Klix-Automaten, der künftig den Studierenden in der einen oder anderen Lernpause zur Verfügung stehen wird. Vom wissenschaftlichen Konzept bis zum ersten Kaffee auf dem Campus – ein Kreis schließt sich, und ein neues Kapitel beginnt.
