Modellregion Gesundheit Lausitz

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Modellregion Gesundheit Lausitz - NEU

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herzlich willkommen in der Modellregion gesundheit lausitz

WIR SIND UNI – wir alle, vom nördlichen „Eichwalde“ bis zum südlichen „Ortrand“. Die Modellregion Gesundheit Lausitz versteht sich als ein großes Netzwerk in der brandenburgischen Lausitz mit der in Cottbus ansässigen Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem als digitales Leitkrankenhaus. Wir entwickeln gemeinsam in und für die Lausitz die Gesundheitsversorgung der Zukunft. Der demografische Wandel stellt uns alle, vor allem jedoch die Gesundheitsversorgung in den ländlichen Regionen, vor viele Herausforderungen, denen wir in gebündelter Kraft mit Vertreter:innen aus Versorgung, Forschung, Kommunen und Landkreisen, Kammern und Verbänden sowie politischen Entscheidungsträgern begegnen.

Parallel zum Aufbau der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus wird in den kommenden Jahren ein digital unterstütztes Forschungs-, Lehr- und Versorgungsnetzwerk in der gesamten Brandenburgischen Lausitz etabliert. Es verbindet die Akteure in Gesundheit und Pflege untereinander und mit der Medizinischen Universität. Zu der Modellregion Gesundheit Lausitz zählen die vier Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße sowie die kreisfreie Stadt Cottbus.

Die Modellregion Gesundheit Lausitz ist institutionell an die Medizinische Universität angebunden und schafft die Voraussetzungen, um Forschung, Lehre und Versorgung regional miteinander zu verknüpfen. Ziel ist es, neue – auch digital unterstützte – Versorgungsmodelle gemeinsam mit regionalen Personen aus Forschung, medizinischer und pflegerischer Versorgung, Wirtschaft und Verwaltung zu entwickeln und unter realen Bedingungen zu erproben.

Neben vielen spannenden Themen liegt ein aktueller inhaltlicher Schwerpunkt auf der Versorgungsbedarfsplanung sowie auf der Entwicklung bedarfsgerechter Primärversorgungszentren zur Sicherung der medizinischen Grundversorgung. Zudem wurde eine erste Kampagne ins Leben gerufen, die die Lausitz in Bewegung bringen und präventive Aspekte in den Vordergrund rücken soll:  Der Lausitz den Rücken stärken 

Die strategische Ausrichtung der Modellregion wird durch den Innovations- und Netzwerkrat als Gremium begleitet, der sich aus Vertreter:innen der Kooperations- und Netzwerkpartner zusammensetzt.

Innovations- und Netwerkrat

Der Innovations- und Netzwerkrat (IuNR) der Modellregion Gesundheit Lausitz ist das koordinierende Gremium der Medizinischen Universität Lausitz mit Vertreter:innen der Kooperations- und Netzwerkpartner. Dieses Gremium unter Leitung des MUL – CT Vorstandsvorsitzenden, Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, und des Beauftragten der Modellregion Gesundheit Lausitz, Sebastian Scholl, dient vordergründig der strategischen Ausrichtung der Modellregion Gesundheit Lausitz, der Entwicklung neuer Versorgungsmodelle, der Förderung von Kommunikation und Kooperation sowie der Vernetzung von Wissenschaft und Forschung. Es dient also dem Austausch, der Abstimmung und der gemeinsamen Orientierung für die Weiterentwicklung der Modellregion und der dort entstehenden Vorhaben.

Die Gründung des Rates ist im Gesetz zur Einführung einer staatlichen Universitätsmedizin im Land Brandenburg verankert. Die konstituierende Sitzung hierzu fand am 14. November 2024 in Senftenberg statt. Die initialen Netzwerkpartner umfassen die vier Landkreise (LDS, OSL, SPN, EE), das Ministerium für Gesundheit und Soziales, die Stadt Cottbus, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, AOK Nordost, Knappschaft Bahn-See, Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg, Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg, Landesärztekammer Brandenburg, Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, Patientenvertretung, wissenschaftliche Vertreter, Vorstand des Deutsch-Polnischen Gesundheits- und Sozialverbands.

Die aktuell tätigen Netzwerkpartner des IuNR finden Sie hier:

 

 

 

Neuigkeiten

LifeSaver Vertragsunterzeichnung 1LifeSaver Lausitz: Neue Impulse für die Gesundheitsversorgung11.02.2026 - Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) bringen gemeinsam mit Airbus Helicopters und der CHESCO GmbH das Innovationsprogramm LifeSaver Lausitz auf den Weg. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung in der Modellregion Gesundheit Lausitz mithilfe digitaler Technologien und neuer Mobilitätslösungen gezielt weiterzuentwickeln und zugleich den wirtschaftlichen Strukturwandel der Region zu unterstützen. Kern des Vorhabens ist der Aufbau eines digitalen Zwillings der Modellregion Gesundheit Lausitz. Dieses digitale Abbild soll bestehende Daten zur Gesundheitsversorgung, Mobilität, Demografie sowie zu Umweltfaktoren bündeln und analysierbar machen. Auf dieser Grundlage sollen konkrete Innovationsprojekte entwickelt und umgesetzt werden – unter anderem in den Bereichen medizinische Logistik, Drohnenanwendungen, Katastrophenschutz, Telemedizin sowie digitale Verwaltungs- und Informationsangebote. Prof. Dr. Gesine Grande, Präsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg: „LifeSaver zeigt, wie aus exzellenter Forschung konkrete Lösungen für die Menschen in der Lausitz werden können. An der BTU bündeln wir dafür die Kompetenzen unserer Einrichtungen – von der CHESCO-Forschungsfabrik über den iCampus bis zur wissenschaftlichen Weiterbildung – und arbeiten eng mit Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Gemeinsam mit der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem und Airbus Helicopters erproben wir Drohnensysteme, die sichere, effiziente und zuverlässige Versor-gungsflüge ermöglichen. So entsteht ein Pilotprojekt mit Modellcharakter, das die medizinische Infrastruktur auch in dünn besiedelten Regionen nachhaltig stärkt.“ Heiko Witte, Geschäftsführer der CHESCO GmbH: „Mit unserer Forschung an digitalen Zwillingen für nachhaltige Antriebssysteme in der Luftfahrt können wir bei CHESCO einen zentralen Beitrag zum Luftfahrt-Ökosystem bei der Entwicklung der digitalen Landkarte der Modellregion Gesundheit Lausitz leisten. Mithilfe des digitalen Zwillings lassen sich Ökosysteme für den Flugbetrieb mit medizinischen Drohnen abbilden. So können Reichweiten, Effektivität, Sicherheit und Effizienz der Versorgungsflüge bewertet und Anwendungen in Mobilität und Lufttransport gezielt verknüpft und weiterentwickelt werden.“ Das Programm folgt einem systematischen Ansatz: Zunächst wird datenbasiert analysiert, wo konkreter Bedarf besteht und welche Maßnahmen den größten Nutzen für Bevölkerung, Verwaltung und Wirtschaft versprechen. Darauf aufbauend werden anwendungsnahe Projekte entwickelt, die schrittweise vom Forschungs- in den Regelbetrieb überführt werden sollen.“ Mit der heutigen Unterzeichnung einer Absichtserklärung startet ein zunächst auf sechs Monate angelegter Prozess. In dieser Phase soll ein Gesamtkonzept einschließlich Finanzierungsstruktur erarbeitet werden. Zudem werden die Anforderungen an den digitalen Zwilling konkretisiert und erste App- beziehungsweise Use-Case-Projekte ausgearbeitet. Ziel ist der Aufbau eines langfristig angelegten Innovationsprogramms mit messbarem Nutzen für die Menschen in der Region. Dr.-Ing. Klaus Freytag, Lausitz-Beauftragter des Ministerpräsidenten Brandenburg: „Mit der Unterzeichnung des LOI erleben wir die direkten Effekte der Strukturentwicklung. Uniklinik, Forschungsakteure und leistungsstarke Unternehmen wie Airbus kümmern sich zukünftig in der Modellregion Gesundheit um moderne Angebote in der Versorgung für die Menschen und schaffen damit neue Wertschöpfung in der Lausitz.“ Hintergrund: Die Lausitz befindet sich infolge des Kohleausstiegs in einem umfassenden Strukturwandel. Mit der Modellregion Gesundheit Lausitz verfolgt das Land Brandenburg das Ziel, die medizinische Versorgung langfristig zu sichern, innovative Forschungs- und Entwicklungsbedingungen zu schaffen und neue wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen. Die MUL – CT bildet dabei das zentrale wissenschaftliche und medizinische Fundament. LifeSaver wurde von Airbus gemeinsam mit International SOS entwickelt. Der Service richtet sich an Regierungen und Regionen, die ihre Gesundheitsversorgung mithilfe neuer Technologien gezielt verbessern möchten. Dr. Klaus Przemeck, Mitglied der Geschäftsführung von Airbus Helicopters in Deutschland: „LifeSaver steht für effiziente Gesundheitsversorgung durch technologische Innovation. Die Modellregion Gesundheit Lausitz bietet ideale Voraussetzungen dafür, mit unseren Partnern moderne Mobilitätslösungen zu erproben und überregional zu skalieren.“ Grundlage des Programms ist stets eine detaillierte Analyse lokaler Versorgungsstrukturen und Bedarfe, um den Nutzen innovativer Lösungen realitätsnah zu simulieren. Ähnliche Projekte wurden bereits erfolgreich unter anderem in Estland, Bayern und Japan umgesetzt. In Brandenburg wird LifeSaver gezielt an die regionalen Besonderheiten angepasst. Der digitale Zwilling der Modellregion Gesundheit Lausitz fungiert dabei als eine Art „Betriebssystem“, auf dem verschiedene Anwendungen und Projekte als Apps beziehungsweise Use Cases aufsetzen können – etwa zur Optimierung von Rettungsdiensten, für medizinische Transporte per Drohne, für digitale Bürger- und Verwaltungsservices oder für die Planung im Katastrophenschutz. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Modellcharakter der Region: Innovationen, die in der Lausitz entwickelt und erprobt werden, sollen perspektivisch auch auf andere Regionen in Deutschland sowie international übertragbar sein. Martin Peuker, Digitalisierungsvorstand der MUL-CT: „Gerade hier in der Lausitz stehen wir vor besonderen logistischen Herausforderungen – große Distanzen, eine alternde Bevölkerung und begrenzte Ressourcen verlangen neue Antworten. Mit innovativen, digital gestützten Versorgungsmodellen können wir die medizinische Versorgung resilienter, schneller und vernetzter aufstellen. Unser Anspruch ist es nicht nur, bestehende Strukturen zu optimieren, sondern die Modellregion aktiv voranzubringen und Lösungen zu entwickeln, die auch über die Lausitz hinaus als Blaupause für eine moderne Gesundheitsversorgung dienen.“ Damit leistet das Programm nicht nur einen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung vor Ort, sondern stärkt zugleich die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Lausitz.PK LausitzRetter vs web2Leben retten mit der KatRetter-App: Aufruf zur aktiven Mitwirkung11.02.2026 - Bei der Rettung von Menschen zählt oft jede Minute. In vielen Notsituationen oder Krisenlagen können Freiwillige mit ihren unterschiedlichen Kenntnissen und Fähigkeiten mithelfen. Zum Europäischen Tag des Notrufs am 11.2. ruft das Projekt „KatRetter – Wir retten die Lausitz“ alle Bürgerinnen und Bürger auf, Teil einer starken Gemeinschaft zu werden – einer Gemeinschaft, die Leben rettet. „Wir alle können helfen – nicht irgendwann, sondern genau dann, wenn es darauf ankommt“, sagt Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Vorstandsvorsitzender der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT). „Mit der App wird Technik zum Herzschlag einer hilfsbereiten Gemeinschaft. Jede und jeder kann Teil davon werden.“ Ob beim Einkaufen, bei der Arbeit oder zu Hause: Mit der kostenlosen KatRetter-App können Bürgerinnen und Bürger zu Lebensrettern in ihrer Region werden. Und so funktioniert es: Wenn der Leitstelle ein Notfall – z. B. Herz-Kreislauf-Stillstand - gemeldet wird, schickt diese natürlich gleich ein Rettungsteam auf den Weg. Gleichzeitig aber alarmiert die Leitstelle sofort alle registrierten Helferinnen und Helfer – die Personen, die über die App registrierte „KatRetter“ und bereit sind, vor Ort die Erste Hilfe zu leisten, bis der Rettungsdienst eintrifft. Mit einem Klick signalisiert man, in der Nähe zu sein und zum Notfallort zu kommen, um erste Hilfe zu leisten. Schnell. Nah. Menschlich. Die Selbstregistrierung ist ab sofort freigeschaltet! Das bedeutet: Interessierte können sich in der KatRetter-App selbst als Ersthelfer registrieren. KatRetter kann von allen kommunalen Rettungsorganisationen und -leitstellen deutschlandweit einheitlich genutzt werden und steht den Menschen, die sich als freiwillige Helferinnen oder Helfer vor Ort engagieren möchten, kostenlos zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nun auch digital möglich, es ist zudem kein medizinischer Eignungsnachweis mehr erforderlich. Warum es auf das Mitmachen aller ankommt • Schnelle Hilfe rettet Leben: Jede Minute zählt – Ersthelfer machen einen entscheidenden Unterschied. • Freiwillige Hilfe - einfach und sicher: Der Alarmkommt direkt aufs Smartphone, datenschutzkonform und professionell begleitet. • Gemeinschaft mit Herz: Werden Sie Teil einer Bewegung, die Verantwortung übernimmt. HINTERGRUND Deutschlandweit sind bereits mehr als 27.000 Ersthelferinnen und Ersthelfer bei KatRetter registriert. KatRetter alarmierte bundesweit bei über 80.000 Einsätzen. Es wurden insgesamt 57.000 Einsätze angenommen und z. B. Reanimationen durchgeführt (Stand: 2025). Fünf Jahre Erfolge im Projekt „KatRetter – Wir retten die Lausitz“ mit positiven Ergebnissen: Seit dem Start des Projekts im Jahr 2020 hat sich „KatRetter – Wir retten die Lausitz“ zu einem festen Bestandteil der regionalen Notfallhilfe entwickelt. Über 700 engagierte Helferinnen und Helfer sind inzwischen in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und der Stadt Cottbus registriert und leisten einen unschätzbaren Beitrag für die Sicherheit der Region. 2025 wurden 1783 KatRetter-Einsätze im Einzugsgebiet der Leitstelle Lausitz erfolgreich absolviert – in vielen Fällen konnte dank des raschen Eingreifens der Ersthelfenden aktiv Leben gerettet werden. Diese Bilanz zeigt eindrucksvoll, wie moderner technologischer Fortschritt und bürgerschaftliches Engagement Hand in Hand gehen. Zum Europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar rufen nun die Modellregion Gesundheit Lausitz und die Integrierte Regionalleitstelle Lausitz ausdrücklich alle Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sowie in den BOS-Organisationen (Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz) auf, sich aktiv in die Initiative einzubringen. „Ihr Wissen, Ihre Erfahrung und Ihre Bereitschaft, zu helfen, können entscheidend sein, um Leben zu retten. Gemeinsam machen wir die Lausitz zu einer der sichersten und hilfsbereitesten Regionen Deutschlands“, so der Grundtenor der Projekt- und Praxisverantwortlichen von Leitstelle und Modellregion. Ab dem 11.02. rücken dann auch die Regionen noch enger zusammen: Künftig können auch Berliner Helfer in der Modellregion zu Einsätzen alarmiert werden, wenn sie sich in der Nähe befinden. Umgekehrt werden Einsatzkräfte aus der Modellregion zu Notfällen in Berlin hinzu-gezogen, sofern sie vor Ort sind. Damit wächst die Region mit den angrenzenden Bereichen in Berlin und Brandenburg weiter zusammen – ein europäisches Vorzeigeprojekt zur gemeinsamen Rettung von Menschenleben. Und auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger der Lausitz sind herzlich eingeladen, Teil dieses engagierten Teams von Lebensrettern zu werden. Jede helfende Hand zählt – unabhängig von Beruf, Alter oder Erfahrung. Denn Helfen ist keine Frage der Qualifikation, sondern des Herzens und des Miteinanders. Laden Sie jetzt die KatRetter-App herunter, registrieren Sie sich und werden Sie Teil unserer Lebensretter-Gemeinschaft – „Wir retten Lausitz“! Mehr Informationen unter www.lausitzretter.deBuergerdialog Cottbus kleinErste Bürgerdialogs-Reihe zur Gesundheitsversorgung beendet08.12.2025 - Die vier brandenburgischen Landkreise Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Elbe-Elster sowie die Stadt Cottbus ziehen eine positive Bilanz: Die erste Reihe von insgesamt 13 Bürgerdialogen zur zukünftigen Gesundheitsversorgung in der Lausitz wurde erfolgreich beendet. Die Dialoge starteten am 24. September 2025 in Lübbenau und fanden am 03. Dezember 2025 in Forst ihren vorläufigen Abschluss. Ein zentrales Ergebnis: Die Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung sind im Alltag der Menschen längst spürbar angekommen. Der wahrgenommene Mangel an Fach- und Hausärztinnen und -ärzten, die alternde Bevölkerung sowie lange Wege zu medizinischen Einrichtungen sorgen für wachsende Zukunftsängste. Gleichzeitig zeigte sich in den Dialogen eine starke Hoffnung, dass Kommunen, Landkreise und die neu gegründete Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL–CT) gemeinsam nachhaltige Lösungen entwickeln werden. Eine Teilnehmerin aus Forst brachte diesen Eindruck auf den Punkt: „Wenn meine Hausärztin aufhört, weiß ich zwar immer noch nicht, wie ich einen neuen Hausarzt bekomme, aber ich merke: Im Hintergrund tut sich viel und es wird viel angeschoben.“ Ab dem Wintersemester 2026 sollen an der MUL – CT die ersten Medizinstudierenden ihr Studium aufnehmen. Diskutiert wurden daher auch Maßnahmen, um junge Ärztinnen und Ärzte langfristig in der Region zu halten. Digitale Versorgungskonzepte sowie Präventionsangebote wurden von den Teilnehmenden ebenfalls mehrfach als notwendige Bausteine einer modernen, zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung betont. Die Bürgerdialoge wurden von der Gemeinschaftsinitiative „Modellregion Gesundheit Lausitz“ ins Leben gerufen, die mit der Gründung der MUL – CT ihre Arbeit aufgenommen hat. Als Forschungs-, Lehr- und Versorgungsnetzwerk stärkt sie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Medizin, Kommunen und Bevölkerung – mit dem Ziel, die regionale Gesundheitsversorgung nachhaltig zu sichern und zu verbessern. Ausblick auf 2026 Am 16. Januar 2026 findet ein zusätzlicher Bürgerdialog im Stadthaus Cottbus statt. Dieser widmet sich gezielt der Gesundheitsversorgung in der Stadt Cottbus und steht sowohl Fachpublikum als auch der breiten Öffentlichkeit offen. Im Laufe des Jahres 2026 wird zudem die umfassende Auswertung der Ergebnisse der Bürgerdialoge veröffentlicht. Diese sollen ein erstes Bild der aktuellen Versorgungslage liefern und konkrete Handlungsmöglichkeiten für eine bedarfsgerechte, wohnortnahe medizinische Versorgung aufzeigen. Die Modellregion Gesundheit Lausitz bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden, den Landkreisen und Kommunen sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihre Beiträge zum Gelingen der Veranstaltungsreihe beigetragen haben.Eröffnung ReGuLa 30Neue Gemeindeschwester startet in Schwarze Pumpe02.12.2025 - Rebekka Kauthe ist die neue Gemeindeschwester im Spremberger Ortsteil Schwarze Pumpe. Am heutigen Dienstag hat die ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Bergmannstraße 5 & 7 ihre neuen Räumlichkeiten mit Büro-, Beratungs- und Behandlungszimmern bezogen. Die 28-Jährige absolviert derzeit ein Masterstudium zur Community Health Nurse. Als Gemeindeschwester will sie im ländlichen Raum die wohnortnahe Gesundheitsversorgung verbessern, bei chronischen Erkrankungen unterstützen, Prävention und Gesundheitsförderung vorantreiben und für eine optimale Vernetzung aller Gesundheitsanbieter sorgen.Buergerdialoge 2000px 2000pxBürgerdialoge starten in die heiße Phase13.11.2025 - Wie soll die Gesundheitsversorgung der Zukunft in der Lausitz aussehen? Diese wichtige Frage wird derzeit in einer Bürgerdialog-Reihe in der Modellregion Gesundheit Lausitz diskutiert. Eingeladen sind Bürgerinnen und Bürger der Landkreise Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Elbe-Elster sowie der kreisfreien Stadt Cottbus, um den Wandel aktiv mitzugestalten. Die ersten erfolgreichen Veranstaltungen wurden bereits durchgeführt, darunter in Lübbenau, Senftenberg und Elsterwerda. Die dortigen Teilnehmenden hörten nicht nur zu, sondern brachten ihre Erfahrungen und Ideen aktiv ein – ganz im Sinne des Mottos: Reden. Zuhören. Gestalten. Nun steht die Gesprächsrunde in Cottbus bevor: Am 20.11.2025, 17 Uhr, in der Lausitzer Sportschule Cottbus, Linnéstraße 4. Zunächst wird ein informativer Teil zur Modellregion vorgeschaltet, bevor es im zweiten Teil in die vertiefte Diskussion mit den Gästen geht. Begrüßt werden die Teilnehmenden durch die Kommune, Vorstandsmitglieder der MUL – CT und den Beauftragten der Modellregion. In einem professionell moderierten For-mat wird mit den Bürgerinnen und Bürgern über zentrale Zukunftsfragen diskutiert. Wie können ambulante und stationäre Angebote bestmöglich zusammenwirken? Welche Unterstützung brauchen pflegebedürftige Menschen und ihre Angehöri-gen? Welche Chancen bieten innovative und digitale Lösungen? Wie können Prä-vention und Eigenverantwortung die Gesundheitsversorgung stärken? Und wie kann man dem Ärztemangel und Pflegenotstand begegnen? „Wir freuen uns, an vielen Orten in der Lausitz mit den Menschen direkt ins Gespräch zu kommen. Denn es geht um nichts weniger als die Gesundheitsversorgung von morgen“, sagt Sebastian Scholl, Beauftragter der Modellregion Gesundheit Lausitz. Gesundheit geht jeden etwas an: Die Bürgerdialoge dienen als wichtiger Beitrag, dass sich die Bürgerinnen und Bürger aller Altersklassen beteiligen können. Weitere Termine und Informationen finden Sie unter: https://www.gesunde-lausitz.de/de/buergerdialoge/konkrete-termine-und-orte.html Hintergrund Die Bürgerdialoge sind Teil der Arbeit des Innovations- und Netzwerkrats (IuNR), der im November 2024 an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) gegründet wurde. Der Rat bündelt die strategische Ausrichtung der Modellregion Gesundheit Lausitz und entwickelt neue Versorgungsmodelle, fördert Kommunikation und Kooperation zwischen den Akteuren und stärkt die Vernetzung von Wissenschaft und Forschung. Ziel ist es, gemeinsam tragfähige Konzepte für eine moderne und vernetzte Gesundheitsversorgung in der Region zu erarbeiten.Zukunft kuMULativ HDRückblick: Der Film zu „ZUKUNFT kuMULativ“10.11.2025 - Beim ersten hochkarätigen Symposium „ZUKUNFT kuMULativ“ der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem kamen Stimmen aus Wissenschaft, Politik, Gesundheitswirtschaft und der Modellregion Lausitz zusammen – mit einem klaren Ziel: Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung von morgen aktiv zu gestalten. Ob digital, vernetzt, ambulant oder stationär – das Event bot starke Impulse, neue Perspektiven und echte Zusammenarbeit.

Unsere Ziele

Gemeinsam sollen die Medizinische Universität und die Akteure der Modellregion folgende Ziele für die Lausitz verwirklichen:

Digitales Gesundheitsnetzwerk

In den kommenden Jahren wird ein digital unterstütztes Netzwerk der Erbringer von Gesundheitsleistungen in der Lausitz aufgebaut und mit dem Universitätsklinikum als Digitalem Leitkrankenhaus verbunden. Ziel ist es, die Vernetzung von Versorgung, Forschung und Lehre zu fördern und neue Versorgungsmodelle in der Region datenbasiert zu erproben. Das medizinische und pflegerische Personal wird durch die Einführung von Telemedizin, virtuellen Sprechstunden und digitalen Lösungen für Verwaltungsprozesse unterstützt.

Neuartige Forschungs- und Innovationsumgebung

Die beiden Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Universität „Gesundheitssystemforschung“ und „Digitalisierung des Gesundheitswesens“ sollen eng mit der Modellregion verknüpft werden. Durch die digitale Anbindung der Modellregion an die Forschungsinfrastrukturen der Medizinischen Universität können Versorgungsdaten aus der Fläche für die Forschung an der Medizinischen Universität verfügbar gemacht werden. So können neue Versorgungsmodelle datenbasiert erprobt und die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorangetrieben werden.

Vernetzung für praxisnahes, interprofessionelles Lernen

Vorgesehen ist, dass die Modellregion frühzeitig externe Lehrpraxen und Lehrkrankenhäuser als Netzwerkpartner in die Lehre an der Medizinischen Universität einbindet. Dazu gehören niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, ambulante Zentren, Ärztenetzwerke und Krankenhäuser, von denen viele bereits ihre Unterstützung signalisiert haben. Den Lehrenden und Lernenden an der Medizinischen Universität dient das Netzwerk als regionale Infrastruktur und Anwendungsfeld für Praktika, interprofessionelle, digitale und praxisnahe Lehrformate. Durch die Vernetzung der Gesundheitsversorger in der Modellregion erhalten Studierende früh Einblicke in den Berufsalltag.

Sicherstellung der medizinischen Versorgung

Für die praxisnahe Ausbildung der Studierenden an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem bietet das Netzwerk der Modellregion erstklassige Perspektiven. Die Absolventinnen und Absolventen werden so maßgeblich zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung in der Lausitz und in ganz Brandenburg beitragen. Versorgungssichernd wirkt sich auch die Ausbildungsleistung des Universitätsklinikums im Bereich der akademischen und nicht-akademischen Gesundheitsberufe aus.

Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen

Die Vernetzung der ambulanten und stationären Leistungserbringer in der Region macht es möglich, Versorgungsdaten leichter auszutauschen und Behandlungspfade besser zu koordinieren. Auf diese Weise soll die medizinische Versorgung in der Lausitz qualitativ weiterentwickelt und auch effizienter gestaltet werden.

Weit darüber hinaus hat die Modellregion das Potenzial, durch die Verknüpfung von Forschung, Lehre und Versorgung Innovationen schneller in die Patientenversorgung zu überführen. In der Lausitz aggregierte Versorgungsdaten sollen an der Universität ausgewertet werden, um neue datenbasierte Versorgungsmodelle zu entwickeln und zu erproben. Versorgungsbezogene Innovationen aus der Lausitz sollen auch anderen vergleichbaren Regionen zugutekommen. Mittel- und langfristig kann die Medizinische Universität mit der Modellregion Gesundheit Lausitz zum Impulsgeber für die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems bundesweit werden.

 

Assistenz Modellregion Gesundheit Lausitz

Fax: +49 355 46 89856
Leitung
Zukunft kuMULativ HD
Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel
Vorsitzender Innovations- und Netzwerkrat / Modellregion Gesundheit Lausitz
Zukunft kuMULativ HD
Sebastian Scholl
Beauftragter der Modellregion Gesundheit Lausitz
Assistenz & Verwaltung
Zukunft kuMULativ HD
Holger Thomas
Kommunikationsbegleitung im Strukturwandel/Modellregion
Zukunft kuMULativ HD
Anne Kramp
Assistentin des Beauftragten Modellregion Gesundheit Lausitz