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Interdisziplinäre Studienzentrale

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  • Für unsere Patienten

Herzlich willkommen in der Interdisziplinären Studienzentrale!

Die Interdisziplinäre Studienzentrale ist eine zentral organisierte Service-Einrichtung, welche klinische Forschungsprojekte und Studien an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem unterstützt und durchführt.

Aktuell bearbeiten wir eine große Anzahl an klinischen Studien in Cottbus. Ein Schwerpunkte liegt in der Betreuung von Studien des Tumorzentrum Lausitz - Onkologischen Zentrums und der pädiatrischen Onkologie.

Betreut werden aber auch in allen anderen Bereichen und Kliniken der MUL-CT einerseits Studien, die unabhängig von industriellen Geldgebern durchgeführt werden und wichtige medizinische Fragestellungen mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung verfolgen, dazu gehören auch Datenbanken und Register in (inter)nationalen klinischen Verbündenden und Versorgungsnetzwerken. Anderseits nehmen wir auch an Studien teil, die einer industriellen Förderung unterliegen, um einen wichtigen Beitrag bei der Entwicklung und Erprobung neuer Medikamente, Produkte oder Verfahren zu leisten und unseren Patientinnen und Patienten möglichst die aktuellsten Therapiemöglichkeiten anbieten zu können.

Wir unterstützen unsere Prüfärztinnen und Prüfärzte von der Feasibility und Site Selection über die Initiierung und Durchführung, einschließlich Monitorings und Audits oder Inspektionen, bis hin zum Close-Out GCP-konform und unter Einhaltung interner SOPs zur Studiendurchführung.

Unsere Unterstützung schließt die Prüfung der Studienunterlagen und Planung des Budgets über das Führen der Vertragsverhandlungen, der Personalplanung und Regulatory Affairs ein. Klinisch tätige Ärztinnen und Ärzte werden bei von ihnen initiierten Forschungsprojekten und Promotionsvorhaben unterstützt. Durch die regelmäßige Organisation von Schulungsangeboten für GCP/MPDG Grund- und Aufbaukursen und alle notwendigen Updatekursen stellen wir die Qualifikation der Kliniken für die Durchführung von Studien sicher. Zudem verfügen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Studienzentrale sowohl über gültige IATA Zertifikate als auch die zertifizierte Zusatzqualifikation als Studienassistenz/Study Nurse.

Als Universitätsmedizin bietet die MUL-CT alle Möglichkeiten innovativer Patientenversorgung im Bereich Diagnostik, Bildgebung und operative/interventionelle Verfahren. Für klinische Studien können wir neben der personellen Unterstützung eine umfangreiche räumliche, apparative und notfallmedizinische Ausstattung anbieten. Unter anderem:

  • Studienspezifischer geschützter Monitoring-Zugang zum Krankenhausinformationssystem
  • Arbeitsplätze für das zentral organisierte Team der Dokumentarinnen und Dokumentare und Study Nurses
  • Anbindung an die Notfallversorgung der MUL-CT
  • Eigene Räumlichkeiten zur Untersuchung von Patientinnen und Patienten und gesunden Probandinnen und Probanden inkl. digitaler EKG Aufzeichnung, Blutentnahme, geeichte und kalibrierte Geräte zur Temperaturmessung, Wiegen und Blutdruckmessung
  • Lagerungsmöglichkeiten für Sterilgut und Studiendevices
  • Zentrale Aufbewahrung und Archivierung von Studienunterlagen
  • GCP-geschulte Apothekerinnen und Apotheker
  • Abschließbare und digital temperaturüberwachte Lagerungsmöglichkeiten für IMPs bei Raumtemperatur und 4°C
  • Abschließbare und digital temperaturüberwachte Lagerungsmöglichkeiten für Biomaterialien bei -20°C und -70°C
  • Räumlichkeiten und Zentrifugen zur Aufarbeitung von Blutprodukten sowie zum Probenversand
  • Weiterhin besteht ein direkter Zugang zu allen diagnostischen und therapeutischen Verfahren aller Disziplinen des Klinikums in Anlehnung an einen Maximalversorger. Die Kooperation zwischen den Kliniken und Instituten im Rahmen von Studien ist gut etabliert. Hervorzuheben ist die Verfügbarkeit der folgenden am Standort vorhandenen Großgeräte:
    • 2 Hybrid-OPs
    • 2 Linearbeschleuniger
    • Linksherzkatheterlabor
    • 1,5T und 3T MRT
    • Biplanare Angiografie
    • CTs
    • PET-CT
    • Szintigraphie
    • Röntgen

SCHULUNGEN

Mindestens einmal jährlich schulen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in GCP-Kursen für Prüfer und Prüfgruppenmitglieder nach AMG. Bei Interesse an der Teilnahme (auch extern) an einem der Kurse nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Zahlen und Fakten

Derzeit kooperieren wir mit verschiedenen Sponsoren, darunter aktuell 28 Industriepartner, 7 kommunale Kliniken, 33 Universitäten sowie 22 Netzwerke und Gesellschaften.

Pro Jahr werden an der MUL-CT mehrere Hundert Patientinnen und Patienten in Studien eingeschlossen, die Hälfte etwa in Studien des Onkologischen Zentrums.

10% der Patientinnen und Patienten werden in Studien der Phase II-III Studien in den Kliniken der MUL-CT behandelt.

Neuigkeiten

Professuren 24MUL – CT beruft Wissenschaftlerin und Wissenschaftler von extern15.01.2026 - Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie hat die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) am Mittwoch im Beisein von Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle und vom Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick erstmals Professorinnen und Professoren aus dem Kreis herausragender externer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berufen: Prof. Sven Schumann im Fach Anatomie, Prof. Jeannine Schübel im Fach Allgemeinmedizin und Prof. Uwe Maus im Fach Orthopädie erhalten jeweils eine W3-Professur. Das Universitätsklinikum würdigt damit das besondere Engagement und die wissenschaftliche Exzellenz der neu berufenen Professorinnen und Professoren und setzt den eingeschlagenen Weg zum zügigen Aufbau universitärer Strukturen in der Lausitz fort. Die heutige Würdigung zeigt zudem die zunehmende Attraktivität des Universitätsklinikstandortes über die Brandenburger Landesgrenze hinweg. In seiner Begrüßung betonte Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Vorstandsvorsitzender der MUL – CT: „Wir haben in den vergangenen Monaten alle wichtigen Schritte realisieren können, um im Oktober die ersten Studierenden der Universitätsmedizin zu begrüßen. Nach einem durchaus ambitionierten Auswahlprozess begrüßen wir heute die ersten von außen kommenden Professoren. Das macht uns stolz und mein Dank gilt allen am Prozess Beteiligten.“ Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Wissenschaftliche Vorständin der MUL – CT: „Die Verleihung dieser Professuren ist ein weiterer bedeutender Meilenstein für die Entwicklung unserer Universitätsmedizin und mir eine ganz besondere Ehre. Wir freuen uns auf die künftige gemeinsame Arbeit mit den Ausgezeichneten und gratulieren von Herzen!“ Dr. Manja Schüle in ihrem Grußwort: „Wir eilen weiter im Lausitz-Tempo voran: Wenn es um den Aufbau der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem geht, beginnt das neue Jahr so wie das alte endete: Mit einem Meilenstein. Ich freue mich sehr über die Berufung der ersten drei externen Professorinnen und Professoren, die eine renommierte Position andernorts aufgegeben haben, um in Cottbus etwas Neues aufzubauen. Sie zeichnen sich durch wissenschaftliche Exzellenz, aber auch durch Risikofreude und besondere Verantwortungsbereitschaft aus. Denn: Sie werden die erste Generation der Medizinerinnen und Mediziner von morgen ausbilden: wissenschaftsbasiert, interprofessionell und digital – und einen Modellstudiengang etablieren. Mein herzlicher Dank geht an Gründungsvorständin Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey und ihr Team! Ohne ihr großartiges Engagement wäre ein Studienstart zum Wintersemester 2026/27 nicht möglich. Ich wünsche den Neuberufenen Prof. Dr. Sven Schumann, Prof. Dr. Jeannine Schübel und Prof. Dr. Uwe Maus alles Gute und viel Erfolg! Herzlich willkommen in der Herzkammer eines der spannendsten Zukunftsprojekte Deutschlands!“ Die Geehrten im Überblick Ausgezeichnet wurde unter anderem Prof. Dr. Sven Schumann. Der 34-jährige gebürtige „Ruhrpottler“ erforscht künftig an der MUL – CT tote Körper: Schumann ist der erste extern berufene Universitätsprofessor für Makroskopische Anatomie am Uniklinikum. Der studierte Humanmediziner stammt aus Datteln / Kreis Recklinghausen, hat Institute für Anatomie in Essen und Magdeburg durchlaufen, wurde 2020 Juniorprofessor für Anatomie an der Universitätsmedizin Mainz und war seit dem vergangenen Jahr Gastprofessor für Anatomie an der Medizinischen Hochschule Brandenburg – Theodor Fontane. Als eins der drei großen vorklinischen Fächer neben der Physiologie und Biochemie kann die Anatomie und speziell die makroskopische Anatomie laut Schumann mit vielen klinischen Bezügen glänzen. „Auch wenn es keinen klassischen Präparierkurs in Cottbus geben wird, der Unterricht am Humanmaterial und die Arbeit an Körperspenden wird vielseitig und lernintensiv zugleich“, sagt der Professor. Wissenschaftliche Schwerpunkte am neuen Lehrstuhl für Makroskopische Anatomie der MUL – CT sollen die Variationsbiologie und (osteo-)anthropologische Untersuchungen von Human Remains (erhaltene Körperteile von verstorbenen Personen) sein, ging aus seiner Antrittsvorlesung „Faszination Vielfalt - Makroskopische Anatomie in Forschung und Lehre“ hervor. Als zweite im Bunde wurde Prof. Dr. Jeannine Schübel auf eine W3-Professur für Allgemeinmedizin berufen. Die 42-Jährige stammt gebürtig aus Altdöbern, hat ihr Medizinstudium und ihre Facharztweiterbildung in Dresden absolviert, war seit 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bereich Allgemeinmedizin der TU Dresden und ist seit 2019 Fachärztin für Allgemeinmedizin in der sächsischen Landeshauptstadt. Im selben Jahr hat sie ihre Promotion abgelegt. „Mich reizt die Ausrichtung der MUL – CT: die Verbindung von universitärer Medizin mit der Versorgung der Bevölkerung. Das ist kein rein theoretischer Wissenschaftsbetrieb, sondern Forschung und Lehre mit Bezug zu Lebensrealitäten, zu Patienten, zu ihren Wegen ins System“, so Prof. Schübel. Aufbauen will sie die Allgemeinmedizin an der MUL – CT - in Forschung, Lehre und Versorgung. Dazu gehört der Aufbau eines Netzes von Lehr- und Forschungspraxen in der Region und auch eines Patientenbeirates. „Diese Zusammenarbeit ist wichtig - die Universität bringt wissenschaftliche Methoden und Strukturwissen, die Praxen reale Fragestellungen und Versorgungserfahrungen ein“, sagt sie. Ein weiterer Schwerpunkt werde sein, herauszufinden, welche neuen Versorgungskonzepte der Region wirklich helfen - ob telemedizinische Angebote, mobile Versorgungspunkte oder digitale Assistenzsysteme. „Meine Rolle wird auch sein, zu zeigen, wie vielfältig und anspruchsvoll das Fach Allgemeinmedizin ist. Dass die Arbeit in der Hausarztpraxis spannend ist und erfüllt, dass es facheigene wissenschaftliche Grundlagen und Arbeitsweisen gibt - das soll auch im Studium sichtbar werden.“ Als dritter wurde Prof. Dr. Uwe Maus auf eine W3-Professur für Orthopädie berufen. Der 51-jährige gebürtige Hildener blickt auf Promotion und Habilitation an der RWTH Aachen zurück, folgte 2020 dem Ruf auf die W2-Professur für spezielle orthopädische Chirurgie und Osteologie, war zwischen 2020 bis 2024 stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Düsseldorf und dort seit 2025 bis heute kommissarischer Klinikdirektor. „Mein künftiges Aufgabengebiet wird neben der Lehre und Forschung auch die Vertretung der Orthopädie im klinischen Bereich. Ein wesentlicher Schwerpunkt meiner Tätigkeit ist es, die Transformation hin zu einer Uniklinik zu begleiten und die Mitarbeitenden auf diesem Weg mitzunehmen. Auch die Orthopädie wandelt sich, sodass die Fragen der orthopädischen Versorgung in der Lausitz ein wesentlicher Punkt sind.“ In der klinischen Versorgung spielt ebenfalls das Thema Robotik und Digitalisierung eine Rolle, sodass die Umsetzung dieser Themen ein wichtiger Bestandteil sein werden, beispielsweise der Einsatz der Robotik im OP. Die Vertiefung und Anpassung der bereits hervorragend etablierten Behandlungspfade gehört ebenfalls zu den Schwerpunkten, da Themen der Ambulantisierung und Wirtschaftlichkeit zunehmend in den Fokus geraten. „Und für mich erlaubt die Idee der Modellregion Lausitz die Etablierung eines Netzwerkes zur Versorgung der Patientinnen und Patienten, beispielsweise bei Osteoporose und deren Prävention, aber natürlich auch bei Arthrose“, so Prof. Maus. Hintergrund Eine W3-Professur ist die höchste Stufe einer Professur an deutschen Universitäten, vergeben an etablierte Wissenschaftler mit umfassender Forschungs-, Lehr- und Publikationserfahrung, die oft mit Leitungspositionen und besserer Ausstattung sowie einer entsprechenden Besoldungsgruppe (W3) verbunden ist. Im zurückliegenden Jahr wurden an der MUL – CT zentrale Ordnungen wie die Habilitations- und Promotionsordnung verabschiedet, die Berufungsverfahren für W3-Professuren angestoßen und erste Lehrflächen auf dem Campus bestimmt. Erste Inhouse- und W3-Professuren, außerplanmäßige und Honorarprofessuren sind bereits verliehen worden, nun erweitern die berufenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von extern den Stamm der Lehrenden an der Uniklinik. Der Modellstudiengang Humanmedizin startet im Wintersemester 2026 / 2027 – mit einem Curriculum, das auf aktives, interprofessionelles Lernen und frühe Forschungsorientierung setzt.Medizindidaktisches Training Startblock B2 Foto 1Medizindidaktisches Training an der MUL – CT erfolgreich gestartet12.12.2025 - An der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) ist das erste hochschuldidaktische Training für die zukünftigen Lehrenden des neuen Modellstudiengangs Humanmedizin gestartet. Damit setzt die Universität einen zentralen Impuls für den Aufbau einer hochwertigen medizinischen Lehre und die Vorbereitung auf den Studienstart im Wintersemester 2026/27. Insgesamt nahmen 60 angehende Lehrende am Auftakt teil, darunter Chefärztinnen und Chefärzte, Assistenzärztinnen und -ärzte sowie Naturwissenschaftlerinnen und Psychologinnen. In drei Trainingsgruppen erhielten sie eine fundierte Einführung in ihre neue Rolle in der Lehre. Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Dr. Asja Maaz, Leiterin des Geschäftsbereichs Studium und Lehre, sowie von Janina Barth, die seit dem 1. Dezember das Team verstärkt. Barth bringt umfangreiche hochschuldidaktische Expertise aus verschiedenen Universitätsmedizinen ein und wird künftig eine Schlüsselrolle bei der Qualifizierung der Lehrenden an der MUL – CT übernehmen. Im Zentrum des ersten Trainings standen das Rahmencurriculum des neuen Modellstudiengangs sowie grundlegende didaktische Konzepte. In praxisnahen Übungen erarbeiteten die Teilnehmenden, wie smarte Lernziele formuliert werden und wie eine wirksame, zeitgemäße Lehre gestaltet werden kann. Die Rückmeldungen zum Auftakttraining fielen durchweg positiv aus: „Tolles Team, gut organisiert. Didaktik wird hier auf allgemeiner und auf konkreter Ebene interessant vermittelt“, sagt Dr. Julius Broesske von der Klinik für Neurologie. „Wenn alle an der Lehre beteiligten Kollegen die Basics einer guten Lehre beherrschen, kann sich die Qualität des Medizinstudiums an der MUL – CT sehen lassen. Dafür war diese Veranstaltung enorm wichtig“, sagt Dr. Sonia Ziegler von der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie. Und Dr. Michael Starke appelliert: „Das wird Arbeit, aber machen wir uns auf“, so der Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin. Bis zum Studienstart sind weitere Workshops geplant: Bereits im April und September werden die nächsten Trainings stattfinden, um die Mitarbeitenden der MUL – CT systematisch und zielgerichtet auf ihre neuen Lehrverantwortungen vorzubereiten. Mit dem erfolgreichen Auftakt der Trainingsreihe ist ein weiterer bedeutender Schritt in der Vorbereitung auf den Start des Modellstudiengangs getan. Der Geschäftsbereich Studium und Lehre unterstreicht damit die Priorität qualitativ hochwertiger universitärer Lehre – als Grundlage für die Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte von morgen.Aufsichtsrat Tagung MUL CTAufsichtsrat der MUL – CT beschließt Studienstart20.11.2025 - Der Studienbeginn des Modellstudienganges Humanmedizin an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) für Oktober 2026 ist in der jüngsten Aufsichtsratssitzung am 17. November 2025 beschlossen worden. In der Sitzung wurde positiv festgestellt, dass alle Kriterien zum Start des Studiengangs erfüllt worden sind. Der Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Tobias Dünow, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der MUL – CT, sprach von einem historischen Meilenstein für Brandenburg. Die MUL – CT mit ihrer geplanten Entwicklung einer modernen, digitalen und wohnortnahen Gesundheitsversorgung werde das Herz der Modellregion Gesundheit Lausitz sein. Die Medizin-Universität wurde in Rekordzeit von knapp vier Jahren vom ersten Konzept bis zur Gründung aufgebaut, im kommenden Jahr starten nun die ersten Studierenden. Auch Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle begrüßt den Beschluss des Aufsichtsrats der MUL – CT: „Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass die Kriterien für den Start des Medizin-Studiengangs im kommenden Jahr erfüllt sind. Das ist nicht selbstverständlich. Ich erinnere gerne daran, dass im Jahr 2020 nicht wenige meinten, das Land überhebe sich mit der Gründung einer Medizin-Universität. Noch mehr waren überzeugt, dass eine Gründung in Rekordzeit von vier Jahren kaum zu stemmen – und ein Start des Studienbetriebs nach sechs Jahren nahezu ausgeschlossen sei. Wir haben gezeigt, dass Brandenburg nicht nur bei der Ansiedlung von Autofabriken Tempo machen kann. Mit der Medizinischen Universität Lausitz investieren wir nicht weniger als in die Zukunft der gesamten Region: Hier werden künftig nicht nur dringend benötigte Ärztinnen und Ärzte ausgebildet, sondern hier boostern wir wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung in der Lausitz. Im kommenden Jahr starten die ersten Medizin-Studierenden in Cottbus. Ich freue mich sehr. Und da ein solcher Erfolg immer auch eine Gemeinschaftsleistung ist: Herzlichen Dank an die Wissenschaftliche Vorständin Prof. Adelheid Kuhlmey und ihr Team!“ Der Modellstudiengang Humanmedizin an der MUL - CT basiert auf modernen curricularen Planungsprinzipien und setzt mit innovativen Lehr- und Lernformaten neue Akzente in der medizinischen Ausbildung. Dabei werden grundlagenmedizinische, klinisch-theoretische und klinische Inhalte durchgängig integriert gelehrt. Ärztliches Wissen und Handeln werden durch exemplarisches Lernen anhand von Beispiel- und Fokuserkrankungen angeeignet, zudem erhalten die 36 beginnenden Erstsemester vom ersten Tag an Einblicke in die klinische Arbeit auf Station und den Umgang mit Patientinnen und Patienten. Wenige Tage zuvor hatte die Gründungskommission bereits einstimmig und ohne Enthaltungen die Studien- und Prüfungsordnung des Modellstudienganges Humanmedizin verabschiedet und diese für ihre innovativen Elemente und den zukunftsweisenden Charakter gewürdigt. Damit wurde der essentielle Meilenstein für den Start des Modellstudiengangs im kommenden Wintersemester 2026/27 erreicht. Der Studienstart wurde nun durch den Aufsichtsrat final beschlossen.Wie man am CTK von den Stationsapothekern profitieren kannWie man am CTK von den Stationsapothekern profitieren kann07.02.2024 - Die Stationsapotheker am Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum (CTK) haben sich in den vergangenen Monaten etabliert und sollen künftig für die Regelversorgung eingesetzt werden. Seit dem Frühjahr 2023 wird am Klinikum im Rahmen des Projektes „Transsektorale Optimierung der Patientensicherheit“ (TOP) ein digital unterstützter, verbesserter Arzneimitteltherapie-Prozess für die Patientinnen und Patienten angeboten. Dabei werden Risiken im Zusammenhang mit der Medikation – wie unerwünschte Arzneimittelwirkungen – erkannt und die Patientensicherheit erhöht. Gerade ältere Patientinnen und Patienten haben meist nicht nur eine Erkrankung und nehmen auch nicht nur ein Medikament ein. Oft reihen sich Kontakte mit Ärztinnen und Ärzten und Krankenhausaufenthalte aneinander; oft kommt eine neue Medikation dazu. Wird ein Patient stationär im CTK aufgenommen, bringt er meist einen bundeseinheitlichen Medikationsplan mit, jedoch sind beispielsweise freiverkäufliche Medikamente nicht vermerkt. Diese müssen dann in zeitintensiven Beratungen und Anamnesegesprächen nachträglich erfasst werden. Stationsapotheker wie Laura Marie Kurz und Tobias Matthieu werden eigens dafür geschult. Sie bringen ihrerseits pharmazeutische Expertise mit, prüfen die Aufnahmemedikation, begleiten die stationäre Therapie bei Hochrisikopatienten, analysieren Wechselwirkungen der Medikamente und beraten den Patienten bei der Entlassung. „Die Gründe für die mögliche Änderung eines Medikationsplanes werden im Entlassungsgespräch erörtert. Dem Patienten geben wir dann einen aktuellen bundeseinheitlichen Medikationsplan für den jeweiligen Hausarzt mit auf den Weg“, sagt Tobias Matthieu. Darüber hinaus erfolgt eine dreimonatige Nachbeobachtung der behandelten Patientinnen und Patienten. Bisher haben am CTK die Orthopädie, die Geriatrie sowie die Allgemein- und Viszeralchirurgie am Projekt teilgenommen. Ende Januar gab es nun ein erstes Zwischenfazit. „Das Projekt wurde nach Aussagen der Beteiligten sehr gut angenommen, wir haben durchweg positive Reaktionen von den Stationen, den Patientinnen und Patienten sowie den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten erhalten“, sagt Laura Marie Kurz. Zugleich werde der interprofessionelle Austausch zwischen den Stationen und Stationsapothekern, den Ärztinnen und Ärzten sowie den Pflegekräften verbessert. In diesem Jahr sollen weitere Stationen am CTK involviert werden. Eine abschließende Evaluierung ist geplant. Langfristig soll das in Kooperation mit den Krankenkassen Barmer und der AOK-Nordost unterstützte Projekt dann in die Regelversorgung überführt werden. Das CTK ist eines von 13 Kliniken bundesweit, die am „TOP“ teilnehmen. Hintergrund Um für alle Patientinnen und Patienten eine medizinische Versorgung auf hohem Niveau sicherzustellen, muss das Versorgungsangebot in der gesetzlichen Krankenversicherung kontinuierlich weiterentwickelt werden. Zu diesem Zweck hat der Gesetzgeber beim Gemeinsamen Bundesausschuss den Innovationsausschuss eingerichtet. Seit dem Jahr 2016 fördert er Projekte, die innovative Ansätze für die gesetzliche Krankenversicherung erproben und neue Erkenntnisse zum Versorgungsalltag gewinnen wollen. Hierfür stehen dem Innovationsausschuss die finanziellen Mittel des Innovationsfonds zur Verfügung. Das TOP-Projekt wird aus Mitteln dieses Innovationsfonds gefördert.

Dr. Ing. Madlen Löbel

Thiemstraße 111
03048 Cottbus
Fax: +49 355 46 89877
Leitung
Dr. med. Madlen Löbel
Leitung und Koordination Interdisziplinäre Studienzentrale
Team
Lisa Starke
Study Nurse; Teamleitung
Birgit Mitschke
Study Nurse
Marlen Kutzner
Study Nurse
Jana Schulz
Study Nurse
Claudia Biró
Study Nurse
Jasmin Richter
Study Nurse
Katharina Gouthier
Study Nurse
Ute Werchan
Study Nurse
Claudia Grünwald
Study Nurse
Amelia Simon
Studienkoordinatorin
Nicole Weiß
Studienassistentin
Patrick Grimm
Studienassistent
Cornelia Riks
Sachbearbeiterin Studienfinanzierung
Kathrin Neumann
Leitung Geschäftsstelle Viszeralonkologisches Zentrum, Kooperationspartner der Chirurgie
Julia Kalinka
Referentin

Für unsere Zukunft.

Klinische Studien sind im Rahmen der strengen gesetzlichen Anforderungen in Deutschland und international ein entscheidendes Mittel zur kontinuierlichen Weiterentwicklung von Diagnostik und Therapiemöglichkeiten in allen Bereichen der Medizin.

Mit der Durchführung klinischer Studien besteht neben der Erfüllung regulatorischer Anforderungen auch die Möglichkeit, geeigneten Patienten neueste Behandlungsverfahren und Medikamente in der Behandlung anzubieten und einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität zu leisten.

Informationen für Patientinnen und Patienten

Wie können Sie als Patientin bzw. Patient an einer klinischen Studie teilnehmen?

Ihre behandelnde Ärtzin oder Ihr behandelnder Arzt wird abwägen, ob eine Teilnahme an den derzeitig angebotenen Studien für Sie in Frage kommt und sinnvoll ist. Bei einer Krebserkrankung wird zudem in einem interdisziplinären Team von Ärztinnen und Ärtzen innerhalb der regelmäßig stattfindenden Tumorkonferenzen geprüft, ob eine Patientin oder ein Patient für eine Studie geeignet ist. Schließlich wird Ihr Arzt Sie in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch darauf hinweisen, dass er Sie für eine bestimmte Studie geeignet findet und Sie fragen, ob Sie an der vorgeschlagenen Studie teilnehmen möchten.

Nähere Informationen zu der Studie erhalten Sie selbstverständlich auch in schriftlicher Form. Nach ausreichender Bedenkzeit und Ihr freiwilliges Einverständnis vorausgesetzt, haben Sie dann die Möglichkeit, in die Studie eingeschlossen zu werden. Es entstehen Ihnen dadurch keine Kosten. Sollten Sie es sich zu einem späteren Zeitpunkt anders überlegen, können Sie jederzeit und ohne Angabe von Gründen Ihr Einverständnis zurückziehen, ohne dass Ihnen daraus Nachteile entstehen. Sollten Sie sich gänzlich gegen eine Studienteilnahme entscheiden, werden Sie natürlich trotzdem mit der besten bekannten Therapie behandelt.

Welche unterschiedlichen Studien gibt es?

Die klinischen Arzneimittelprüfungen der Phasen I-III müssen durchgeführt werden, damit ein neues Medikament zugelassen werden kann. Aber auch nach der Zulassung wird manchmal noch einmal eine klinische Studie (Phase IV) oder Therapieoptimierung durchgeführt, um Behandlungsergebnisse weiter zu verbessern.

Eine andere Form der Studien sind die nicht-interventionellen Studien (NIS) oder Anwendungsbeobachtungen (AWB). Hier erfolgt die Behandlung des Patienten mit einem bereits zugelassenen Medikament. Hier geht es vor allem um die Auswertung von erfassten Daten möglichst vieler Patienten zur Verträglichkeit des Medikaments.

Zusätzlich werden auch reine Datenerfassungs- oder Registerstudien durchgeführt. Die hier gesammelten Daten dienen der Gewinnung von Erkenntnissen mit dem Ziel der Evaluation in Hinblick z. B. auf therapeutischen Nutzen, Lebensqualität, Therapiekosten oder Arzneimittelsicherheit.

Welchen Vorteil bietet die Teilnahme an einer Studie für Sie als Patientin bzw. patient?

Sie erhalten innerhalb von Zulassungsstudien, vor allem in der Phase III, die zurzeit beste bekannte Therapie, die in dieser Stufe bereits sehr sicher ist. Als Studienpatient werden Sie dabei besonders intensiv betreut und regelmäßig untersucht und überwacht. Sollten Sie als Patient an einer nicht-interventionelle Studie (NIS), Anwendungsbeobachtung (AWB) oder Registerstudie teilnehmen, kann es sein, dass Ihnen kein direkter Nutzen zugutekommt, Sie aber erheblich dazu beitragen, dass künftigen Patienten besser geholfen werden kann.